Klinik startet wieder mit planbaren Operationen

Corona-Patientin konnte Pandemiestation am Donnerstag verlassen

Mittweida.

Seit Donnerstag wird kein Corona-Patient mehr im Krankenhaus Mittweida stationär behandelt. Eine Patientin, die schon länger auf der Pandemiestation versorgt worden war, hatte sich zuletzt in einem stabilem Zustand befunden und ist am Donnerstag als genesen entlassen worden. Das bestätigte Klinik-Sprecherin Ines Schreiber auf Nachfrage. Jetzt kehre das Klinikum auch schrittweise zum Regelbetrieb zurück.

In den vergangenen Wochen waren als Folge der Pandemie die Plätze auf der Intensivstation des Mittweidaer Krankenhauses für Covid-19-Erkrankte reserviert. Diese und weitere bisher für Covid-19-Erkrankte vorgehaltenen Behandlungskapazitäten sollen ab sofort wieder für die seit Mitte März verschobenen, planbaren Operationen genutzt werden. Also für Patienten, die nicht vom Virus betroffen sind.

"Seit dieser Woche werden wieder Patienten operiert, deren Eingriff geplant war und seit dem 16. März aufgrund der Allgemeinverfügung der Sächsischen Staatsregierung verschoben wurde", erklärte Kliniksprecherin Ines Schreiber. Dazu zählten vielfältige Eingriffe, wie Hernien-OP, proktologische OP, Hand-OP, Arthroskopien und gynäkologische Operationen. Die Patienten werden jetzt von der Klinik kontaktiert, um deren stationäre Aufnahme zu planen. Auch für die kommende Woche seien die OP-Pläne im Mittweidaer Krankenhaus inzwischen gut gefüllt. "Auch endoprothetische Operationen an Hüft- und Knie-Gelenk finden dann wieder statt", sagte Ines Schreiber.

Jeder Patient werde bei der Aufnahme beziehungsweise einen Tag vor der Operation auf das Coronavirus getestet. "Im ersten Schritt möchten wir jene Patienten stationär aufnehmen, deren Operationstermin aufgrund der Coronapandemie verschoben wurde", sagte Schreiber.

Zugleich halte das Krankenhaus aber die Isolierstation mit 16 Betten sowie einen Teil der Intensivkapazitäten (ITS) für Covid-19-Patienten vor. Auf der ITS gebe es keine Coronafälle. "Die Verdachtsfälle aus der vorigen Woche hatten sich nicht bestätigt." Einschränkungen wie das Besuchsverbot für Angehörige bleiben, bis auf begründete Ausnahmen, bestehen. Auf der Pandemiestation waren zuletzt nur ein positiv bestätigter Fall sowie drei Verdachtsfälle aufgenommen worden, die sich nicht bestätigten. Im Zusammenhang mit Corona waren damit sieben stationäre Fälle sowie 62 Verdachtsfälle behandelt worden. Davon war nur ein Patient auch intensivmedizinisch versorgt worden.

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