Kriebstein spart am Amtsblatt

Ein Verlag soll das Heft übernehmen. Die Gemeinde will damit Kosten senken und eine Mitarbeiterin entlasten. Doch es gibt auch Nachteile.

Kriebstein.

Ein Unternehmen soll künftig das Kriebsteiner Amtsblatt erstellen und drucken. Damit wird die Gemeindeverwaltung entlastet. Das hat der Gemeinderat hat nach längerer Debatte in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler) überzeugte die Räte vor allem mit dem Argument, dass die Produktion im Rathaus derzeit eine Mitarbeiterin mit acht Arbeitstagen monatlich beanspruche. Den Zuschlag erhält ein Verlag aus Lichtenau, der den Auftrag für 260 Euro pro Monat übernimmt. Damit könne der Ort Kosten sparen, sagte Euchler.

Einige Räte befürchteten jedoch, dass die Gemeinde dann nicht mehr so viel Einfluss nehmen kann. Es gebe tatsächlich Nachteile, bestätigte Euchler. So werde es zum Beispiel schwierig, Mitteilungen aus aktuellem Anlass kurzfristig einzuschieben. Texte von Vereinen und Bürgern akzeptiere der Verlag zudem nur in bestimmten elektronischen Dateiformaten. Die Ortschefin sicherte jedoch zu, dass die Gemeinde weiterhin private Anzeigen entgegennimmt. "Wir wollen damit erreichen, dass sie bezahlbar bleiben und unsere Bürger weiterhin diese Art der Danksagung und der Weitergabe von Information nutzen können", erklärte sie. Die Einnahmen daraus gehen laut Euchler weiterhin an die Gemeinde.

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