Kriebsteiner Künstler hält den Winter fest

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Die François-Maher- Presley-Stiftung für Kunst und Kultur und der Grafikdesigner Ekkehart Stark haben eine Allianz geschmiedet. Hintergrund ihres Projekts ist es, schöne Seiten in Zeiten der Pandemie zu zeigen.

Kriebstein.

Die Landschaften hat er im Kopf. Ekkehart Stark muss nicht extra rauf auf den Rodelberg oder an die Skipiste. "Ich nehme Bildwelten auf und speichere sie in mir", sagt der Kriebsteiner Grafikdesigner. Jüngstes Ergebnis: Ein Set, das aus zehn Kunstpostkarten besteht und Szenen des winterlichen Mittelsachsens zeigt.

Dabei bediente sich Stark ausschließlich der Technik des Aquarells. "Das ist meine bevorzugte Strecke, in der ich mich wohlfühle." Seit mehr als sechs Jahrzehnten arbeite er auf diesem Gebiet. "Und doch bin ich noch immer ein Suchender." Wobei er, wie er sagt, Perfektionismus ausschließt. Und Stark verwendet bei seinen Aquarellen grundsätzlich kein Weiß. "Bei mir bleibt der Karton als Material für die Farbe Weiß stehen."

Etliche der zehn Motive erwecken beim Betrachten sofort Assoziationen. Man meint, schon einmal genau dort gewesen zu sein. Gleichwohl belegt Ekkehart Stark die einzelnen Szenen bewusst nicht mit einer konkreten Ortsangabe. Beispielsweise habe er die Gruppe der Rodler kürzlich in Limmritz beobachtet. Genauso könnte der Spaß im Schnee ins Sauergras bei Waldheim oder an den Geringswalder Marmeladenberg verlagert werden. "Ich komponiere das Bild so, wie ich es brauche", verdeutlicht der Grafikdesigner. "Das ist der Vorteil an Kunst." Er sei zwar Realist, aber kein Naturalist. "Ich male keine Fotos", unterstreicht er deshalb. Stattdessen lässt Stark Wolkenformationen, Lichteinfälle und Schattenspiele im Schnee in seinen mittelsächsischen Landschaften wirken.

François Maher Presley, Chef der gleichnamigen Stiftung für Kunst und Kultur, machen die zehn kleinen Kunstwerke Ekkehart Starks ausgesprochen glücklich. "In so trüben Zeiten, in denen sich national und international vieles aufzulösen scheint oder zahlreiche Veränderungen auf die Gesellschaften zukommen, ist es notwendig, dass man auch einmal die schönen Seiten des Lebens aufzeigt", kommentierte er die Aktion. Die Verbindung der Stiftung zum Kriebsteiner Grafikdesigner sei schon vor Jahren geknüpft worden und erweise sich als überaus haltbar. So habe Stark ihn bereits für sein erstes Kinderbuch "Prinzessin Françoise und der königliche Geschichtenerzähler" mit Zeichnungen versorgt, die bei jungen Lesern gut angekommen seien.

"Ekkehart Stark hat unserer Stiftung die Rechte an den Kunstpostkarten überlassen. Dafür sind wir sehr dankbar", so François Maher Presley. Die Einnahmen aus dem Verkauf sollen, so der Stiftungschef weiter, einem gemeinnützigen Zweck zugeführt werden. "Etwa für Kinderprogramme und Konzerte, die wir auflegen wollen, sobald ein normales Leben und eine Öffnung des gesellschaftlichen Miteinanders wieder möglich sein werden."

Vertrieben werden sollen die Postkarten über die Buchhandlung DierBooks am Waldheimer Obermarkt. "Wir freuen uns, wenn wir als Buchhandlung und zudem auch als eines der wenigen Einzelhandelsgeschäfte, die geöffnet sind, bei dieser Aktion helfen können", äußerte DierBooks-Chefin Katja Dierbeck.

Die zehn Motive im Set mit einer limitierten Auflage von je 500 Stück kosten fünf Euro. Die Einnahmen aus dem Verkauf fließen unmittelbar in die Stiftung.

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