Kunst am Wasser: Ein echtes Loblied auf die Kettensäge

Seit drei Tagen arbeiten Bildhauer und Musiker in Höfchen. Diese neue Symbiose bewerten alle Beteiligten als positiv.

Höfchen.

Von Ferne hört man deutlich eine Kettensäge. Ist die verstummt, vernimmt man eine Gitarre, dann sogar ein Klavier. Wenig später klopft und pocht es wieder lauter. Seit drei Tagen läuft das nun so im Wald am Bootsanleger in Höfchen. Es ist die 18. Auflage des Symposium "Kunst am Wasser" an der Talsperre Kriebstein. In diesem Jahr werden dort nicht nur drei neue Kunstobjekte aus Holz geschaffen, im Singer-Songwriter-Camp entsteht zudem auch neue Musik.

Der mittelsächsische Kultursommer als Veranstalter hat mit dieser Neuorientierung viel gewagt und wohl auch viel gewonnen. Musiker und Künstler sind zufrieden. "Ich fühle mich sehr wohl", sagt Holzgestalterin Doreen Wehrhold. "Man hört tagsüber schon die Musik, am Abend werden uns die neu entstandenen Lieder vorgestellt." Musiker Otto von Weltwärts, der aus der Region stammt, kann sich mit den Kettensägen durchaus anfreunden: "Die gehören irgendwie zum Wald dazu. Und wenn ich Musik mache, blende ich ohnehin alles um mich herum aus."

Das Komponieren geschieht in Kleingruppen, die immer neu zusammengestellt werden. 13 Lieder sind allein am Donnerstag entstanden, gestern sollten Songs passend zu den Themen der Kunstwerke geschrieben werden. Das Schlagwerkzeug der Holzgestalter wurde Grundlage für Beats, und selbst die Kettensäge sollte noch ein eigenes Loblied bekommen. Zu hören sind die neuen Stücke am Sonntag beim Talsperrenfest.

Kunst am Wasser am Bootsanleger in Höfchen heute 10 bis 19 Uhr. Songcamp-Konzert zum Talsperrenfest in Kriebstein am Sonntag 10 Uhr und 14.30 Uhr (Seebühne).

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