Landratsamt prüft Gerüche in Lauenhain

Messungen und Protokolle sollen Sachverhalt klären

Lauenhain.

Das Landratsamt Mittelsachsen hat Einwohner des Mittweidaer Ortsteils Lauenhain aufgefordert, mindestens drei Monate lang üble Gerüche zu protokollieren. Hintergrund sind Beschwerden über Müllgeruch und Gestank. Anwohner vermuten den Recycling-Betrieb Pyral als Verursacher, dessen Halle an das Dorf grenzt.

Seit Anfang Dezember und noch bis voraussichtlich Ende Februar führen die Behörden daher nun Geruchsmessungen in dem Ortsteil durch. In dieser Zeit sollen auch betroffene Anwohner, die auf ihren Grundstücken Gerüche wahrnehmen, diese genauestens protokollieren. Entsprechende Erfassungsbögen wurden den Lauenhainern im November zugeschickt.

Pyral gewinnt aus Abfällen aus der gelben Tonne Aluminium. Die Firma wies den Vorwurf, schuld an üblen Gerüchen zu sein, bislang von sich. Im Landratsamt sind Beschwerden über das Unternehmen seit Ende 2016 bekannt. Bei einer Kontrolle konnte damals jedoch kein rechtswidriger Zustand festgestellt werden. Nun will die Behörde gemeinsam mit dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie und dem privaten Frankenberger Institut Ifu dem Problem nachgehen. Das Unternehmen hat ein Gerät entwickelt, das Gerüche unterscheiden und zurückverfolgen kann. (lkb/fpe/ug)

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