Leerer Garten wird zum Kinderparadies

Ohne Ehrenamtliche hätte Frankenberg jetzt keine Spielgeräte in der Kleingartenanlage "Pappelallee". Das Geld dafür hat der Verein bei einem Ideenwettbewerb gewonnen. Nun können Engagierte wieder auf finanzielle Unterstützung hoffen.

Frankenberg.

Die Kinder der Kleingartensparte "Pappelallee" in Frankenberg können endlich ihren neuen Spielplatz in Beschlag nehmen. Am Sonntag wurde er eingeweiht. Der Frankenberger Verein hat ein leer stehendes Gartengrundstück umgestaltet, Spielgeräte gekauft und gebaut. Möglich machten es Leader-Fördermittel. Denn der Kleingartenverein gehörte im vergangenen Jahr zu den Preisträgern des Ideenwettbewerbs "Unseren Verein für unseren Ort", den der Verein zur Entwicklung der Erzgebirgsregion Flöha- und Zschopautal ins Leben gerufen hat.

"Wir haben viele Eltern mit Kindern im Verein und hatten noch keinen Spielplatz, deshalb bin ich auf die Idee gekommen, an dem Wettbewerb teilzunehmen", erklärte Sandy Schröber vom Kleingartenverein. 1000 Euro hatte der Verein beim Wettbewerb gewonnen, nur 200 mehr der Spieltreff gekostet. Jetzt laden Klettergerüst mit Rutsche, eine Wippe aus Balken und alten Reifen und Sandkasten zum Spielen und Toben ein. In einem kleinen Hochbeet sollen noch Erdbeeren gepflanzt werden.


Auch dieses Jahr will der Frankenberger Verein wieder beim Wettbewerb mitmachen. Wer in diesem Jahr bei der dritten Auflage des Ideenwettbewerbs des Vereins zur Entwicklung der Erzgebirgsregion Flöha- und Zschopautal eine Chance haben will, muss allerdings die Umwelt im Blick haben: Der aktuelle Aufruf steht unter dem Motto "Unser Verein für ein naturnahes Umfeld". Fast 25.000 Euro sollen im September an hiesige Vereine ausgezahlt werden, teilt Regionalmanagerin Andrea Pötzscher mit.

Auf das Thema sei der Entwicklungsverein gekommen, weil die Region von Frankenberg bis Olbernhau, für die er zuständig ist, überwiegend ländlich geprägt ist, so Pötzscher. Zudem habe die Landesgartenschau in Frankenberg eine Rolle gespielt. Unterstützt werden sollen Vereine, die sich für eine Verbesserung der Umwelt in ihrer Umgebung einsetzen. "Naturverbunden und nachhaltig muss das Projekt sein", sagt sie. Zum Beispiel falle darunter die Pflege von Grünanlagen, das Müllaufräumen über die Grenzen des Vereinsheimes hinweg oder das Bepflanzen von kahlen Flächen.

Bislang sind fünf Vorschläge eingegangen. In diesem Jahr hofft unter anderem der Heimatverein Falkenau auf ein Preisgeld: "Wir können immer Unterstützung gebrauchen", sagt Mitglied Karl-Heinz Hahn. Ideen für 2020 gäbe es auch schon. Im vergangenen Jahr war er für sein Bergbauprojekt ausgezeichnet worden.

Viele Vereine würden sich erst in den letzten Wochen bewerben, so Pötzscher. Der Projektfragebogen, mit dem sich der Verein selbst und seine Idee vorstellen muss, sei bewusst einfach gehalten. Ohne großen Aufwand habe man somit keine schlechten Chancen auf ein Preisgeld zwischen 500 und 700 Euro. Anders als in den Vorjahren soll das Projekt 2019 umgesetzt werden. Begonnene oder vollendete Maßnahmen können auch eingereicht werden. Einsendeschluss ist am 8. Juli.


17 Orte können mitmachen

Der Verein zur Entwicklung der Erzgebirgsregion Flöha- und Zschopautal veranstaltet den Wettbewerb. Dieser Verein ist auch für die Umsetzung der Leader-Förderstrategie in der Region zuständig.

Im Fördergebiet können alle Vereine aus folgenden Orten teilnehmen: Augustusburg, Börnichen, Deutschneudorf, Eppendorf, Flöha, Frankenberg, Gornau, Großolbersdorf, Grünhainichen, Heidersdorf, Leubsdorf, Marienberg, Niederwiesa, Oederan, Olbernhau, Pockau-Lengefeld und Zschopau.

Im vergangenen Jahr gingen knapp 22.000 Euro an 25 Vereine, 26 Bewerbungen lagen vor. Für drei Vereine aus Mittelsachsen gab es das höchste Preisgeld: den Kunst- und Kulturverein Oederan, den Kleingartenverein Pappelallee Frankenberg und den Heimatverein Falkenau.

Weitere Teilnahmebedingungen und den Projektfragebogen gibt es im Internet. www.floeha-zschopautal.de

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