"Leser helfen": Freizeit-Franz startet heute zur Jungfernfahrt

Das neue Spielemobil des Mittweidaer Vereins Erucula ist dank der Spenden der "Freie Presse"- Leser nun bereit für den ersten Einsatz. Am Wochenende soll der Bus dann einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Mittweida.

Mit einem lauten Kreischen hat sich der alte, vor etwa 15 Jahren als Spielemobil in Dienst gestellte Freizeit-Franz vor wenigen Tagen verabschiedet. Ein Lüfter war kaputt und sorgte bei der letzten Fahrt nach Marbach für Aufsehen im Straßenverkehr. Mit knapp 720.000 Kilometern auf der Uhr wird der nun in Ruhestand geschickt. Gut, dass der Nachfolger des Busses des Mittweidaer Vereins Erucula schon bereit ist für den ersten Einsatz für Schulkinder heute in Hermsdorf.

In den vergangenen Wochen hatten sich Handwerker verschiedener Firmen aus der Region in dem Setra-Bus quasi die Tür in die Hand gegeben. Technisch aufbereitet und neu lackiert worden war das bisher als Reise- und Linienbus eingesetzte Fahrzeug zwar längst, aber es fehlten noch Teile für die Inneneinrichtung einschließlich neuer Elektrik. Ganz wichtig für die Arbeit mit den Kindern: die neuen Schränke, in denen vor allem die Spiel- und Bastelutensilien jetzt gut gesichert untergebracht werden können. Nun ist alles an seinem Platz, erklärt Petra Frevert, die Leiterin und Betreuerin des Spielemobils und Vorstandsvorsitzende des Mittweidaer Vereins Erucula. Und der Freizeit-Franz hat sein den Kindern vertrautes Lächeln an der Front erhalten.

Etwa 22.000 Euro Spendengeld des "Freie Presse"-Hilfsprojekts "Leser helfen" sind für Kauf und Aufbereitung des Busses geflossen. Nur mit dieser Hilfe kann das mobile Freizeitangebot des Vereins im gewohnten Umfang aufrecht erhalten werden. Im Jahresdurchschnitt nutzen das mobile Angebot der freien Kinder- und Jugendarbeit bis zu 8000 Kinder. "Wir bedanken uns bei allen Spendern", sagte Vereinschefin Frevert. Als Lohn könnten die Spender und die Firmen, die Hand an den Bus gelegt haben, "mit leuchtenden Augen der Kinder" rechnen.

Der alte Freizeit-Franz werde mit Hilfe des Verkehrsunternehmens Regiobus verkauft, kündigte Ullrich Reichel, Prokurist von Regiobus, an. Sein Unternehmen werde dem Verein auch bei Wartung und Reparatur des neuen Busses zur Seite stehen. Der ist zwar schon 22 Jahre alt und rund995.500 Kilometer gelaufen, aber dank der Spenden wieder technisch und optisch in Schuss gebracht worden.

Davon können sich die Mittweidaer am kommenden Wochenende beim ersten großen Auftritt des Busses zum Musik- und Oktoberfest auf dem Markt überzeugen. Petra Frevert würde sich freuen, dazu auch Spender begrüßen zu können, mit deren Hilfe der neue Freizeit-Franz auf die Räder gestellt werden konnte.

www.freiepresse.de/leserhelfen

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