Lichtenauer müssen mehr Steuern zahlen

Gemeinderat beschließt Haushalt - Größter Posten ist Umbau des Hortes

Lichtenau.

Mit jeweils drei Gegenstimmen und Enthaltungen ist der Haushaltsplan der Gemeinde Lichtenau für das Jahr 2019 zur jüngsten Ratssitzung von 18 anwesenden Räten beschlossen worden. Der Plan sieht Investitionen in Höhe von knapp 3,8 Millionen Euro vor und verfügt über ein Gesamtvolumen von 16,5 Millionen Euro. Größtes Vorhaben ist der An- und Umbau des Hortes an der Grundschule Ottendorf. Etwa 415.000 Euro will die Gemeinde für die Erweiterung der Außensportanlagen an der Oberschule ausgeben.

Vorab und auch während der Ratssitzung hatte es Diskussionen gegeben, denn der Haushaltsplan sieht eine Anhebung der Steuersätze vor. Und das, wie Räte monierten, "ohne dass es eine finanzielle Notlage gibt". Die Grundsteuer B, die Eigentümer von Wohnhäusern bezahlen, wird von 410 auf 430 Prozent angehoben, die Grundsteuer A, die auf Forst- und Landwirtschaftsflächen anfällt, steigt von 270 auf 310 Prozent. Die Gewerbesteuer soll von 330 auf 390 Prozent erhöht werden. Es wird mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 4,1 Millionen Euro gerechnet. Die Steuerhebesätze der Gemeinde entsprechen damit in etwa dem sächsischen Durchschnitt. Die Verwaltung und Bürgermeister Andreas Graf (CDU) begründeten den Schritt vorab mit schwindenden Liquiditätsreserven und der Tatsache, dass die Gemeinde zwar Abgaben an Bund und Freistaat zahle, die einem höheren Steueraufkommen entsprechen, diese Gelder aber bislang nicht eingenommen wurden. (saho)

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