LMK: Umbau in Mittweida bis 2022 fertig

Seit Jahren ist für das Krankenhaus eine Erweiterung im Gespräch. Erstmals nennt die Klinik- leitung einen Termin: Die Bauarbeiten sollen in vier Jahren abgeschlossen sein. Die Bettenanzahl wird aber nicht erhöht.

Mittweida/Rochlitz.

Hinter den Kulissen wird seit Monaten beraten, verhandelt und kalkuliert. Der Landkreis hat für die kreiseigene Krankenhausgesellschaft LMK große Pläne. In Rochlitz soll ein ambulantes Pflege- und Gesundheitszentrum eingerichtet, in Mittweida das medizinische Konzept erweitert werden. An beiden Standorten sind Bauarbeiten notwendig. Auf Nachfrage der "Freien Presse" hat die LMK-Geschäftsleitung nun ein konkretes Ziel bekannt gegeben: "Die bauliche Entwicklung in Mittweida wird nach derzeitigem Stand bis 2022 abgeschlossen sein", so LMK-Geschäftsführer Florian Claus.

In Mittweida ist seit Jahren eine Erweiterung im Gespräch. Denn das Krankenhaus braucht Platz, um ein geplantes medizinisches Konzept umzusetzen. Es sieht unter anderem die Etablierung eines interdisziplinären Darmzentrums, einer Gefäßchirurgie und eines Beckenbodenzentrums vor. Zudem will man sich auf die Schlaganfallversorgung spezialisieren. Wie Claus sagt, sei man derzeit damit beschäftigt, Experten mit den Planungen der Bauarbeiten an beiden Standorten zu beauftragen. Dabei sei man an vorgeschriebene Vergabeverfahren gebunden. "Hierbei sind teilweise europaweite Ausschreibungen zu tätigen, die sich über mehrere Monate hinziehen werden", so der LMK-Chef.

Der Landkreis hatte im Frühjahr insgesamt 15 Millionen Euro aus dem Krankenhausstrukturfonds erhalten. Mit dem Fonds fördern Bund und Länder die Neuordnung der deutschen Krankenhauslandschaften. Ziele sind der Abbau von Überkapazitäten und die Konzentration medizinischer Versorgungsstandorte. Offen ist die Frage, wie das Geld zwischen den Standorten Mittweida und Rochlitz aufgeteilt wird. Dazu könnten erst Aussagen getroffen werden, wenn die Planung vorliegt und man beim sächsischen Sozialministerium Fördergeld für die Projekte beantragt hat, sagt Claus.

Fest steht bereits jetzt, dass die Anzahl der verfügbaren Betten durch die Bauarbeiten nicht erhöht wird. Im sächsischen Krankenhausplan, der am 1. September in Kraft getreten ist und laut Gesundheitsministerium für die nächsten drei Jahre gilt, ist festgelegt, dass die LMK 210 Betten hat.

Im ehemaligen Rochlitzer Krankenhaus sind derzeit ein Medizinisches Versorgungszentrum, eine Kurzzeitpflege, eine Physiotherapie und eine Röntgenpraxis untergebracht. Große Teile des Hauses sind ungenutzt. Geplant ist, eine weitere Pflegeeinrichtung, Arztpraxen und eine Apotheke einzurichten. Parallel zu den Planungen für Mittweida führt man in der LMK-Chefetage seit längerem Gespräche mit möglichen Partnern, die in das ambulante Zentrum einziehen könnten. "Aktuell stehen wir in Verhandlungen mit einem spezialisierten Pflegeanbieter und weiteren externen Partnern", sagt Claus. Er gehe davon aus, dass die Gespräche in Kürze abgeschlossen werden können. Erst danach werde man die Namen der Partner nennen.

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