Millionen für den Flutschutz: So wurde der Witzbach sicherer

Noch immer gibt es Schäden nach dem Hochwasser 2013. Die größte Maßnahme zur Beseitigung ist abgeschlossen. In zwei Jahren wurden fast drei Millionen Euro verbaut, der Großteil unter der Erde.

Hainichen.

Ein Rundgang mit einigen Stadträten und auch Anwohnern war vor einigen Tagen der offizielle Abschluss der größten Baumaßnahme zur Beseitigung von Hochwasserschäden der Stadt Hainichen. Ein 500 Meter langer Abwurfkanal ist das Kernstück der Sanierung des Witzbachs entlang der Mittweidaer Straße. Rund drei Millionen Euro wurden dort investiert, das Geld kam aus dem Fördertopf der Sächsischen Aufbaubank.

Mehr als zwei Jahre dauerte der Bau. Mehrere Brücken und Durchlässe mussten erneuert werden. "Rechnet man die angrenzenden Bauvorhaben noch dazu, wurden in den vergangenen zwei Jahren in diesem Bereich sogar sechs Millionen Euro verbaut", erklärt Bürgermeister Dieter Greysinger (SPD). Gemeint sind damit auch die Fahrbahnsanierung an der Falkenauer Straße und einem Teil der Mittweidaer Straße. Ein Teil der neuen Fahrbahn war inzwischen laut Gewährleistung ausgebessert worden. Hinzu kommt in diesem Bereich außerdem der Abriss des ehemaligen Feuerwehrtechnischen Zentrums an der Falkenauer Straße sowie die Revitalisierung des ehemaligen Bauhof- und Gaswerkareals. Dort ist eine Hundewiese angelegt und eingezäunt worden.

Zum Rundgang entlang des Witzbaches erklärten Bauleiter Rico Schulz und dessen Chefin Linda Hüttner von der bauausführende Firme Gunter Hüttner die erfolgten Arbeiten, für die Jörg Breitenstein und Olaf Schrader vom Planungsbüro Boris Baubetreuung in Rossau die Vorarbeit geleistet hatten.

Im Mittelpunkt stand die Funktionsweise des sogenannten Auslaufbauwerks. "Bis zu einem Hochwasser, das durchschnittlich alle zwei Jahre eintritt, muss der Abwurfkanal nicht eingesetzt werden", erläuterte Jörg Breitenstein. "Ist der Wasserstand jedoch höher, wird das überschüssige Wasser über den Abwurfkanal unter der Mittweidaer Straße hindurch schneller in Richtung Kleine Striegis geleitet."

Damit sollten sich die bei den vergangenen Hochwassern eingetretenen Schäden, insbesondere entlang der Falkenauer Straße, erheblich minimieren. Durch das sehr große Einzugsgebiet des Wassers zwischen Autobahn und B 169 hatten laut Greysinger die Schäden bei Starkniederschlägen in diesem Gebiet in letzter Zeit eher zu- als abgenommen. "Gemeinsam hoffen wir jetzt alle, dass die durchgeführten Maßnahmen im Fall des Falles ihre Wirkung nicht verfehlen und dafür sorgen, dass sich die Schäden entlang des Witzbachs minimieren," sagte das Stadtoberhaupt.

Für den Bereich der Hundewiese konnte Greysinger nach Anfragen im Stadtrat auch den weiteren Werdegang erklären. Im Sommer habe auf dem Areal das Unkraut gewuchert, weil die ausführende Baufirma auf Grund der großen Hitze auf die Aussaat von Gras verzichtet hatte. Inzwischen sei das Unkraut entfernt worden, nun könne auch eine Wiese angelegt werden.

Die letzte Maßnahme in Folge des Hochwasser von 2013 hat der Stadtrat nun beschlossen. Für rund 253.000 Euro wird die Fahrbahn der Berthelsdorfer Straße zwischen den Hausnummern 108 und 125 saniert. Geplant seien drei Bauabschnitte, beginnend im September. Der dritte Teil soll erst im März und April 2019 gebaut werden.

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