Ministerium nennt erste Kosten für Radweg

Frankenberg und Hainichen wollen Strecke entlang der B 169

Frankenberg/Hainichen.

Einen straßenbegleitenden Radweg, der Frankenberg und Hainichen verbindet: Das fordern die Bürgermeister beider Städte und haben in einem gemeinsamen Brief Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) um Unterstützung gebeten. Nun hat sich Duligs Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) zu den Details rund um den geplanten Radweg geäußert.

Laut Referent Marco Henkel gibt es für die einzelnen Abschnitte des Radweges, der entlang der Bundesstraße 169 entstehen soll, unterschiedliche Planungs- und Genehmigungsstände. Für den Abschnitt zwischen Frankenberg und Dittersbach werde derzeit die Vorplanung bearbeitet. Eine Kostenschätzung liege noch nicht vor. Der Abschnitt zwischen Dittersbach und Gersdorf sei bereits für die Radverkehrskonzeption 2019 als Bedarf erfasst worden. "Die Auswertung der eingegangenen Meldungen soll bis Ende 2020 abgeschlossen werden", so Henkel.

Für die Strecke zwischen Gersdorf und Falkenau sei im laufenden Planfeststellungsverfahren schon die Anhörung erfolgt. Die Erwiderungen lägen der Landesdirektion vor. Einen Termin für die Erörterung gebe es bisher aber nicht. Für den Abschnitt wird laut Ministerium mit Baukosten in Höhe von 600.000 Euro gerechnet. Für das Wegstück entlang der Staatsstraße 201 zwischen Falkenau und Hainichen beabsichtige das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), bis Ende des Jahres die Entwurfsplanung abzuschließen. Der Antrag auf Planfeststellung solle im Jahr 2021 erfolgen. Voraussichtliche Kosten für diesen Abschnitt: 560.000 Euro.

Zum zeitlichen Rahmen des Projekts konnte Henkel noch nichts sagen. Dies hänge unter anderem mit schwierigen und zeitintensiven Planungs- und Genehmigungsprozessen zusammen, erklärte er. Auf die Frage, was der Staatsminister zum Schreiben der Bürgermeister sagt, antwortete das Ministerium: "Das kommunale Engagement zur Stärkung des Radverkehrs wird begrüßt." Das SMWA sei bestrebt, Kommunen bei Nahmobilitätsvorhaben bestmöglich zu unterstützen.

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