Mit Bohrern aus Hainichen wird auch U-Bahn in Toronto gebaut

Die Firma Bohrwerkzeuge Hoffmann baut ihren Standort im Gewerbegebiet aus. Das Geschäft mit der Vermietung großdimensionaler Werkzeuge wächst.

Hainichen.

In seinem Metier kommt Torsten Hoffmann herum in der Welt. Erst vor wenigen Tagen hat er eine Baustelle in der größten Stadt Kanadas besucht. Denn auch in Toronto kommen beim Bau von vier neuen U-Bahn-Stationen Bohrwerkzeuge aus Hainichen zum Einsatz.

Mit dem Verkauf und der Vermietung von Maschinen und Werkzeugen für den Spezialtiefbau ist Hoffmanns Familienbetrieb in einer Nische tätig, in der sich in Deutschland laut seinen Angaben nur eine Handvoll Betriebe tummeln. "Die Firma wächst, vor allem bei der Vermietung legen wir zu", sagte der geschäftsführende Gesellschafter der BWH Bohrwerkzeuge Hoffmann GmbH & Co. KG. Auch in Deutschland sei die Firma an einigen Großbaustellen vertreten. Naheliegend und für Hoffmann "quasi vor der Haustür" sei die Baustelle für den neuen Hauptsitz der Sächsischen Aufbaubank (SAB) in Leipzig. Bohrwerkzeuge vermiete die Hainichener Firma aber auch an Betrieb, die diese Technik bei Fundamenten für Brückenbauwerke an der Autobahn 94 in Bayern einsetzt.

In Hainichen werden die großdimensionalen Bohrer, deren Masten bis zu 30 Meter hoch sind, nicht produziert. Aber am Standort im Gewerbegebiet Crumbach Nord müssen sie gewartet und verschlissene Teile repariert werden, wenn sie von den Kunden zurückkommen. Für diese Arbeiten, die bislang teils unter freiem Himmel ausgeführt werden, baut die Hainichener Firma jetzt eine neue Werkstatthalle plus Sozialtrakt und angrenzenden Lagerplatz. Die Investition dafür bezifferte Hoffmann auf bis zu einer Million Euro. "Wenn die Halle fertig ist, können wir witterungsunabhängig arbeiten und haben mehr Schweißerarbeitsplätze", erklärt der Geschäftsführer, der in Erlau die Firma vor dem Umzug im Jahr 2009 nach Hainichen gegründet hatte. Mit der neuen Halle wächst nicht nur das Firmen-Areal auf rund 14.500 Quadratmeter. Mit fünf neuen Arbeitsplätzen soll die Belegschaft künftig 22 Mitarbeiter zählen. Spätestens im Herbst werde die Rekrutierung der neuen Mitarbeiter abgeschlossen. Baumaschinen- und Landmaschinenschlosser würden noch gesucht. Auch in die Technik wird investiert: in den vergangenen Jahren waren es laut Hoffmann allein rund zehn Millionen Euro für neue Bohrgeräte.

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