Mit Volldampf nach Hainichen

Zum Heizhausfest in einer Woche wird vom Eisenbahnmuseum Chemnitz auch ein Sonderzug bis nach Hainichen fahren. Wer einsteigen will, muss sich nicht voranmelden.

Hainichen.

Freunde von Dampflokomotiven können sich freuen: Am Samstag und Sonntag in einer Woche werden wieder alte Züge den Bahnhof der Gellertstadt ansteuern. Innerhalb des 27. Heizhausfestes des vereinsgeführten Sächsischen Eisenbahnmuseums in Chemnitz-Hilbersdorf gibt es zwei Familienfahrten von Chemnitz nach Hainichen und wieder zurück. Über Niederwiesa führt die Reise entlang des Zschopautals vorbei am berühmten Harrasfelsen. Dort wird der rund 90 Meter lange Harrastunnel durchfahren.

Direkt nach dem Bahnhof Frankenberg befährt der Zug das Lützeltalviadukt, eine imposante Steinbogenbrücke. Die Rückfahrt von Hainichen führt mit Unterwegshalten in Frankenberg und am Haltepunkt Chemnitz-Hilbersdorf bis zum Chemnitzer Hauptbahnhof. Natürlich werden alle Sonderzüge mit Dampflokomotiven und historischen Waggons verkehren.

Bernd Judas, Vorsitzender des Vereins Modellbahnfreunde "Bahnhof Hainichen", wird auf jeden Fall an der Strecke stehen. "Das lässt man sich doch nicht entgehen", sagt der Modelleisenbahner, der auch schon solche Sonderfahrten als Passagier erlebt hat. "Am Bahnhof kann man die Lok sicher einige Zeit aus der Nähe betrachten", erklärt er. Wer das Dampfross aber bei der "Arbeit" beobachten will, sollte sich einen Standpunkt auf freier Strecke suchen. Judas hat da einen Tipp, es ist die Gersdorfer Höhe, ein Bereich in der Nähe des Friedhofs im Hainichener Ortsteil. "Dort sieht man die Lok den Berg hochschnaufen, sowohl aus Richtung Hainichen als auch aus Richtung Frankenberg."

Welche Dampflok im Einsatz sein wird, kann der Chemnitzer Verein noch nicht sagen. Im Jahr 2009 war es ein Stahlross der Baureihe 65, das Hainichen ansteuerte. Zwei Jahre später gab es dann nochmals eine Dampflok in Hainichen zu sehen, Anlass war die Eröffnung des Hauses der Vereine im sanierten Bahnhofsgebäude in Frankenberg.

Auch die Chemnitzer wissen nicht mehr, wann sie zuletzt einen Abstecher nach Hainichen gemacht haben. "Das ist schon Jahre her, deshalb bieten wir nun diese Möglichkeit an", sagt Sven Liebold vom Vorstand. "Der genaue Fahrpreis steht noch nicht fest, es wird auf jeden Fall eine Schnupperfahrt für kleines Geld." Karten im Vorverkauf gibt es nicht, die Tickets können laut Liebold erst im Zug gelöst werden. Er macht sich keine Sorgen, dass Leute nicht mehr mitgenommen werden können. "Wir haben bestimmt auch noch Stehplätze, und wenn jemand in Hainichen einsteigen will, sollte das sicher kein Problem sein. Es werden fünf oder sechs Wagen an der Dampflok hängen."

Zum Heizhausfest gibt es auch noch Fahrten nach Freiberg, die etwas ganz Besonderes sind. Es handelt sich um Parallelfahrten. Dabei sind gleich zwei dampfbespannte Sonderzüge unterwegs. Über Niederwiesa und Flöha geht es über die Sachsen-Franken-Magistrale bis Freiberg. Dabei überholen sich die Dampfzüge immer wieder gegenseitig. "Bei offenen Fenstern ist diese Fahrt ein richtiges Spektakel", so Liebold. Da staunt sogar Bernd Judas, denn so etwas hat der Modellbahner auch noch nicht erlebt.


Fahrkarten nur im Zug

27. Heizhausfest in Chemnitz-Hilbersdorf, An der Dresdner Bahnlinie 130c, vom 17. August ab 10 Uhr bis 19.August, 18 Uhr. Eintritt pro Tag für Erwachsene 12, für Kinder 5 Euro, Familienkarte 29 Euro. Es gibt auch vergünstigte Drei-Tages-Karten.

Familiensonderfahrt nach Hainichen am 18. und 19. August. Abfahrt ab Eisenbahnmuseum 16 Uhr, Ankunft in Hainichen etwa 17 Uhr. Rückfahrt ab Hainichen 18 Uhr, Ankunft Hauptbahnhof Chemnitz gegen 18.40 Uhr.

Parallelfahrt nach Freiberg am 18. und 19. August. Der erste Zug startet

9.35 Uhr am Chemnitzer Hauptbahnhof, der zweite Zug 9.30 Uhr am Eisenbahnmuseum; Ankunft in Freiberg 10.20 Uhr. Rückfahrt: 10.50 Uhr, Ankunft im Museum gegen 11.40 Uhr.

Fahrkarten für die Sonderzüge gibt es nur direkt im Zug. Die Zeiten können um bis zu eine Stunde (nach vorn und zurück) abweichen. (fa)

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