Mittelalter-Spiele für Groß und Klein

Zum Fest am Wochenende hat der Sachsenburger Verein viele Gäste auch aus sächsischen Großstädten in die Bergstadt Bleiberg gelockt. In der Jahresbilanz spielt auch die Gartenschau eine große Rolle.

Sachsenburg.

Mit der Neuauflage seines Lichterfestes hat der Verein der Mittelalterlichen Bergstadt Bleiberg in Sachsenburg am Samstag sein offizielles Jahresfinale bestritten. Generationenübergreifend tauchte eine Besucherschar in die Atmosphäre der Besiedlungszeit der Stadt Blyberge ein.

So herrschte an historischer Stätte des Bergs Treppenhauer quirliges Leben. Die von 25 Mitstreitern nach historischem Vorbild stetig erweiterte Siedlung bot Gelegenheit, zeitbezogene Erlebnisse nachzuspielen. Gastgeber und Gäste zogen sich die Kluft der Vorahnen über. Die Herren legten Kettenhemden an und griffen zu Schwert oder Lanze. "Dieses Freikampftraining gehörte zu den Alltagsgepflogenheiten unserer frühen Vorfahren", erklärte Vereinsvorsitzender André Scheer. "Die Stadtbüttel wurden im Beherrschen der Waffen ausgebildet, um für die Sicherheit der Siedlung und ihrer Bewohner zu sorgen." Für junge Besucher war ein Wikinger-Hindernisparcours als Kraft- und Geschicklichkeitserlebnis eingerichtet worden. Hier hieß es, Kraft und Körpergefühl zu zeigen. Zu den von Thomas und Christian Koch geschaffenen Stationen zählten das Balancieren und Hüpfen auf und mit Stöcken und Seilen. Einmal per Rollenspiel in die Gründungsphase um 1220 bis 1350 eingetreten, rückten urbane Handwerkstechniken in den Blickpunkt. So gaben die Vereinsfreunde ihren Besuchern Einblicke in die von ihnen nachgestalteten Arbeitsstationen wie Lehmbau, Seilerei, Färberei und Korbflechten. An einer der Stationen konnten Lampions gebastelt werden.

"Das Lichterfest organisieren wir zum dritten Mal. Die Resonanz ist sehr erfreulich", so André Scheer. "Es gibt eine dieser Thematik gegenüber sehr aufgeschlossene Zielgruppe", so der Burgstädter. Am Wochenende kamen Gäste unter anderem aus Halle und Leipzig, Dresden und Freiberg, der Elbe-Elster-Region und dem Saalkreis. In Unterzahl seien die Frankenberger, obwohl sie den kürzesten Anreiseweg haben.

Auch für die Saison dieses Jahres zog der Vereinschef eine erste positive Bilanz: "Im Vereinsleben der Stadt Frankenberg konnten wir uns wie erhofft durch die Landesgartenschau deutlicher positionieren. Nicht nur, dass Besucher, ja selbst Reisegruppen, den Besuch des Blumenfestivals mit einer Stippvisite bei uns in Sachsenburg verbanden. Wir waren selbst regelmäßig vor Ort, haben mit Vereinsfreunden des Besiedlungszuges einen in einem Planwagen eingerichteten Infostand, in unserer Kluft bekleidet, betreut." Zu den Höhepunkten in der Bergstadt zählte eine Premiere: die Trauung eines Paares auf dem Aktionsgelände. "In Zusammenarbeit mit dem Standesamt Frankenberg haben wir die Voraussetzungen für diese offizielle Zeremonie geschaffen", so Scheer. Der Verein will das für die Zeremonie genutzte Bergmeisterhaus weiter präparieren.

Auf Trab gehalten hatte die Vereinsmitglieder schon vor Saisonbeginn der Dachbrand einer Holzhütte. Der Schaden sei aufgearbeitet. In der Folge sei Brandschutzkonzept geprüft und alle Objekte des Freilichtmuseums mit Feuerlöscher ausgerüstet worden. Mit der Vereinssitzung werde im November der Jahresabschluss vollzogen. Zu kommenden Aufgaben zählt der Vorsitzende den Aufbau eines weiteren Wohnhauses für Gäste. "Auch werden wir die Mehrzweckscheune für Ganzjahresprojekte rüsten." Dazu zähle der Einbau einer Therme, um die Scheune unabhängig vom Wetter vermieten zu können. Fortgesetzt werden sollen auch die Projekttage mit Schulen.

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