Modernes Wohnen hinter alten Mauern

Die Frankenberger Wohnungsgesellschaft hat sich für dieses Jahr ein umfangreiches Sanierungsprogramm vorgenommen. Was jetzt noch Schandflecken sind, soll bald neuer Wohnraum für die Bürger werden.

Frankenberg.

Als sportlich bezeichnet Heiko Schwarz, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Frankenberg (WGF), das Investitionsprogramm 2018. Insgesamt 7,5Millionen Euro will die Tochtergesellschaft der Stadt in alte Gebäude stecken, um ihnen wieder zu neuem Glanz und Leben zu verhelfen. Das sind die wichtigsten Projekte in diesem Jahr:

Chemnitzer Straße 43/47: "Schwerpunkt in diesem Jahr ist die Fertigstellung der Gebäude Chemnitzer Straße 43 und 47", sagt Heiko Schwarz. Allein 2,4 Millionen Euro seien dafür eingeplant. Die acht Wohnungen pro Haus stehen bereits seit einigen Jahren leer. Sie sind laut Schwarz unsaniert und auf dem Stand der 1950er-Jahre. Die WGF will die Grundrisse verändern und wieder 16 Wohnungen schaffen. Voraussichtlich im Oktober soll die Sanierung abgeschlossen sein. "Im Sommer werden wir mit der Vermarktung beginnen. Interessenten können sich aber jetzt schon bei uns melden", so Schwarz.

Markt 4: Die vier Gebäude am Markt 4 stehen unter Denkmalschutz: Vorderhaus, Hinterhaus, Kontor und alte Fabrik. "Wir haben drei Varianten für die Sanierung untersucht: entweder Komplettsanierung oder Abbruch der alten Fabrik und die Sanierung der restlichen Gebäude oder Sanierung des zum Markt gewandten Vorderhauses und des Kontorgebäudes", so Schwarz. Letzteres sei die wirtschaftlichste Variante für die WGF. Fabrik und Hinterhaus sollen abgerissen werden. "Wir warten jetzt noch auf die Genehmigung durch die Denkmalbehörde", so Schwarz. Deshalb könne er derzeit noch keinen Baubeginn nennen. Wenn die Genehmigung da ist, soll dieses Jahr noch der Abriss erfolgen. Mit Kosten von 250.000 Euro rechnet Schwarz. "Es gibt erste Überlegungen, ob dort dann eine Wohnbebauung möglich ist", sagt der Geschäftsführer. Ab 2019 könnten die Planungen für Vorderhaus und Kontor beginnen. Für die Sanierung seien 1,2 Millionen Euro geplant.

Parkstraße 1: Auch dieses Gebäude ist laut Schwarz ein Schwerpunkt in diesem Jahr. Saniert werden sollen die Wohnungen und die Arztpraxis. Kosten: etwa 2,7 Millionen Euro. "Ziel ist die Fertigstellung Ende 2019", sagt der Geschäftsführer. Ende des dritten Quartals dieses Jahr soll der Bau starten.

Freiberger Straße 1: Das Grundstück des sogenannten Brandhauses möchte die WGF nun dieses Jahr kaufen. Zwangsverwalter des herrenlosen Gebäudes, in dem es im Juni vergangenen Jahres zweimal kurz hintereinander gebrannt hat, ist die Sparkasse Mittelsachsen. Sie ließ es aufgrund seines maroden Zustandes bis auf das Erdgeschoss abreißen. "Jetzt muss zunächst der Giebel zum Nachbargebäude gesichert werden", sagt Schwarz. Der Technische Ausschusses des Stadtrates hatte kürzlich einem Förderzuschuss von maximal 80.000 Euro aus dem Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" für die Sicherung zugestimmt. "Danach wollen wir das Grundstück erwerben", erklärt der Geschäftsführer. Vorgesehen sei, dort ein Wohnhaus zu errichten. "Vorstellbar sind ein Geschäft oder andere Handelseinrichtungen im Erdgeschoss und zwei Wohnungen im ersten und zweiten Geschoss", so Schwarz. "Mit den Planungen wollen wir 2019 beginnen", ergänzt Schwarz.

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