Muskelkraft gegen Unkraut

Der Geringswalder Gärtnermeister Falk Horn lässt auf der Landesgartenschau in Frankenberg Blumen blühen. Die "Freie Presse" begleitet ihn und sein Team durch die Veranstaltung.

Frankenberg/Geringswalde.

Die Wurzeln der Melde stecken fest. Endlich, nach einem kräftigen Ruck, hält Sandro Horn die Pflanze in der Hand. Unkraut in den Schaubeeten, und das ausgerechnet im Eingangsbereich der Landesgartenschau, geht gar nicht, sagt der 21-Jährige, der sich im Geringswalder Familienbetrieb zum Gärtner ausbilden lässt.

Hege und Pflege der 85 Beete, die von der Gärtnerei Horn betreut werden, gehört zu den regelmäßigen Aufgaben der Mitarbeiter. Deshalb sind zwei Tage pro Woche für das Unkrautjäten reserviert. "Glücklicherweise ist der Blütenteppich jetzt so geschlossen, dass Wildwuchs wenig Chancen hat", sagt Horn. Raus aus den Beeten muss auch Verblühtes, inzwischen Unansehnliches, abgebrochene Triebe oder Mickriges, dem die Kraft bis zur vollständigen Entwicklung fehlt. "Wo Lücken entstehen, pflanzen wir nach", so Horn.


Bei der Unkrautbekämpfung setzen die Gärtner auf Handarbeit. Der Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln sei auf dem Areal der Landesgartenschau verboten. "Wir gehen mit Hand und Hacke ran. Wie jeder gute Schrebergärtner auch."


Falk Horns Gartentipp

"Jeder gute Gärtner hat zu jeder Jahreszeit im Garten etwas zu tun." Davon ist der Geringswalder Gärtnermeister Falk Horn überzeugt. Für Hobby-Gärtner hat er viele Tipps parat. Im August: Raupen im Buchsbaum

Beim Thema Buchsbaumzünsler läuten bei dem Geringswalder Gärtnermeister Falk Horn die Alarmglocken. Denn neben dem Pilz Cylindrocladium buxicola, einer Blattkrankheit des Buchsbaums, können die giftgrünen Raupen des Buchsbaumzünslers enorme Schäden anrichten. "Nisten Pilze oder der Zünsler in der Hecke, helfen nur noch Insektizide." Entdecke man den Befall frühzeitig, sollten die Raupen akribisch abgelesen werden. "Dann die Büsche komplett mit dem Insektizid einsprühen und die benachbarten Pflanzen auch behandeln." Häufig kämen solche Aktionen aber zu spät. "Ist tatsächlich nichts mehr zu retten, sollten Hobbygärtner umsteigen", so Horn. Etwa auf eine Sorte kleinblättriger Stechpalmen, die Buchsbaum frappierend ähnelten. Sie seien resistent gegenüber Angriffen des Zünslers. (grün)


Tipp: Mit Pressekarte günstiger

Alle Veranstaltungen im Bereich der Landesgartenschau an zwei Bühnenstandorten sind im regulären Ticketpreis kostenfrei enthalten.

Einzige Ausnahme bildet die Sonderveranstaltung "Leuchtende Gärten" im Mühlbachtal vom 20. September bis 5. Oktober.

Der Eintritt für Erwachsene kostet 16 Euro, mit Pressekarte der "Freien Presse" 15 Euro. Erwachsene können damit eine beliebige Anzahl eigener Kinder oder Enkel bis 17 Jahre kostenfrei mitnehmen. Tickets sind in allen "Freie Presse"-Shops erhältlich. Nur dort gibt es den Pressekarten-Rabatt.

Weitere Beiträge im Internet. www.freiepresse.de/laga2019

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