Neue Form der Pflegeausbildung begonnen

Im Mittweidaer Krankenhaus werden in der Lehre nun Kranken-, Alten- und Kinderpflege vereint. Für die künftigen Fachkräfte gibt es einen Bedarf.

Mittweida.

Mit einem Novum hat das Ausbildungsjahr am Klinikum Mittweida am Dienstag begonnen: Erstmals werden zehn junge Frauen und Männer in dem neuen Beruf der Pflegefachfrau beziehungsweise des Pflegefachmanns ausgebildet. Die in diesem Jahr eingeführte, generalistische Pflegeausbildung führt die drei bisher eigenständigen Pflegeausbildungen - Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege - in einer gemeinsamen neuen Ausbildung zusammen.

Gespannt auf die neue Form der Lehre ist auch der Geschäftsführer der kreiseigenen Krankenhausgesellschaft, Florian Claus. "Ich bin sicher, wir sind gut vorbereitet. Die Generalistik öffnet unseren Auszubildenden noch mehr Türen als bisher, da der Abschluss EU-weit anerkannt ist", sagt der Geschäftsführer. Pflegefachfrauen und -männer könnten europaweit in vielen verschiedenen medizinischen Einrichtungen arbeiten, so zum Beispiel in Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Praxen, beim Betriebsarzt oder in Gesundheitsämtern.

Dabei existiere auch am Mittweidaer Krankenhaus und in den Pflegeeinrichtungen der LMK ein Bedarf an qualifizierten Pflegefachkräften. "Auch in diesem Jahr haben wieder alle Absolventen ein Übernahmeangebot vom Klinikum Mittweida erhalten, und wir freuen uns ganz besonders, dass viele der Auszubildenden unserem Haus und der mittelsächsischen Region treu bleiben", erklärt Claus. Von den zuletzt vier Absolventen einer Ausbildung an der LMK werden drei im Haus bleiben.

Am Dienstag sind aber nicht nur die zehn angehenden Pflegefachfrauen und -männer im Klinikum Mittweida begrüßt worden, wie die Sprecherin der LMK, Ines Schreiber, erklärte. Weitere drei Auszubildende starten ihre berufsbegleitende Ausbildung im Altenpflegeheim Schweikershain, welches zum Verbund der LMK gehört. Zu den neuen Azubis zählen zudem eine angehende Operationstechnische Assistentin sowie zwei Medizinische Fachangestellte in den Medizinischen Versorgungszentren, die am 1. August in ihre Ausbildung starteten.

Die neuen Auszubildenden der LMK sind dabei auf unterschiedlichen Wegen zu der Entscheidung in der Berufswahl gelangt. So hatte Gina-Marie Jubelt (20 Jahre) zunächst ihr Abitur gemacht und sich dann nach einem Praktikum in der Pflege und einem Freiwilligen Sozialen Jahr für das neue Berufsbild Pflegefachfrau entschieden. Marie Leanne Johst (17) hatte zunächst ein Praktikum bei einer Bank absolviert. Danach sei sie sich aber sicher gewesen, "dass ich lieber einen sozialen Beruf erlernen möchte". Tim Marlon Teicher (17) verschaffte sich dagegen gleich bei einem Praktikum auf der chirurgischen Station im Klinikum Mittweida einen Einblick in den Pflegeberuf, den er nun erlernt. Der 27-jährige Jerome-Ulises Hernandez hat bereits als Krankenpflegehelfer gearbeitet. Vor kurzem sei er nach Mittelsachsen gezogen und wolle sich nun mit der dreijährigen Berufsausbildung zum Pflegefachmann eine solide Basis für seine berufliche Zukunft schaffen.

33 Kommentare

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    censor
    02.09.2020

    mops - aber nicht im Freien vor der Tür.

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    mops0106
    02.09.2020

    Im Krankenhaus und Pflegeheim machen die Masken wenigstens noch Sinn.

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    censor
    02.09.2020

    Furchtbares Bild. Ich meine die Masken.