Neue Kinderklinik geht in Betrieb

Die Station für Kinder- und Jugendmedizin des DRK-Krankenhauses Rabenstein hat neue Räumlichkeiten bezogen. Einige verfügen über spezielle Schutzvorrichtungen.

Chemnitz.

Kindern und Jugendlichen, die im DRK-Krankenhaus in Rabenstein betreut werden, soll künftig mehr Platz, Sicherheit und Komfort geboten werden. Das Krankenhaus hat diese Woche eine neue Station für Kinder- und Jugendmedizin in Betrieb genommen. Mitarbeiter und Patienten seien im Laufe des Dienstags von den alten Räumlichkeiten in die neuen gezogen, berichtet Sprecherin Sandra Schlömer. Am Abend sei der Normalbetrieb aufgenommen worden.

Die Klinik ist in einem neuen Anbau untergebracht, in dem auch die erweiterte Notaufnahme sowie eine Arztpraxis ihre Domizile haben. Die Kosten für diesen Anbau belaufen sich nach Klinikangaben auf rund 13 Millionen Euro. Allein die Kinder- und Jugendklinik schlägt mit 3,5 Millionen Euro zu Buche. Ein Großteil der Kosten trägt das Krankenhaus selbst; nur für die neue Notaufnahme flossen Fördermittel.

Der Umzug der Kinderklinik war notwendig, weil die alte Station als zu klein und nicht mehr zeitgemäß galt. In der neuen Station stehen nun auf etwa 1000 Quadratmetern Fläche 31 Bettenplätze zur Verfügung. Sie teilen sich auf ein Dreibett- und 14 Zweibettzimmer auf. Die Räume seien so konzipiert worden, dass auch Mutter oder Vater des Patienten mit vor Ort übernachten können. "Viele Eltern wollen selbst mit aufgenommen werden", hatte Klinik-Geschäftsführer Herbert Günther beim Baubeginn erklärt. In einem Teil der Räume sind Gitterbetten, Babywanne und Wickeltisch für Kleinkinder aufgestellt worden.

Zudem wurden fünf Räume als spezielle Infektionszimmer eingerichtet. Sie verfügen über einen Vorraum, in dem sich Ärzte und Schwestern umziehen und desinfizieren. Zum Patienten gelangen sie dann durch eine Schleuse. Mit dieser Vorsichtsmaßnahme sollen die Ausbreitung von hochansteckenden Krankheiten verhindert und Patienten geschützt werden. Auf der Station gibt es darüber hinaus ein Spielzimmer und ein größeres Bad als bislang.

Versorgt werden können Patienten von Geburt an bis zum Alter von 18 Jahren. Betreut werden sie von einem 50-köpfigen Team aus Ärzten, Pflege- und Servicepersonal rund um Chefärztin Monika Hofmann. Im vergangenen Jahr seien 1600 Kinder und Jugendliche stationär in Rabenstein behandelt worden, informiert die Klinikleitung. Die Räume, in denen sie bislang untergebracht waren, sollen umgebaut werden und weiterhin der Versorgung von Patienten dienen, teilt Sprecherin Schlömer mit. Details nannte sie nicht.

Für das DRK-Krankenhaus ist der Umzug der Kinder-Station die zweite größere Veränderung in diesem Jahr. Im Januar war eine neue Notaufnahme in Betrieb genommen worden. Für Notfallpatienten stehen seitdem unter anderem mehr Schockräume zur Verfügung.

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