Neue Schau zeigt Widerstand in Nazi-Zeit

Eröffnung ist am Sonntag im Fabrikgebäude des früheren KZ Sachsenburg

Sachsenburg.

"Nicht mit uns!" heißt eine Ausstellung über den Widerstand sächsischer Gewerkschafter gegen die nationalsozialistische Diktatur von 1933 bis 1945. Sie wird am kommenden Sonntag, 14.30 Uhr, im Fabrikgebäude des früheren KZ Sachsenburg eröffnet.

"Eine Million Gewerkschaftsmitglieder gab es 1930 in Sachsen, mehr als in jedem anderen Teil Deutschlands", erklärt Anna Schüller, Vorsitzende des Vereins Geschichtswerkstatt, der die Ausstellung organisiert hat. Die Schau "Nicht mit uns" sei 2013 entstanden, innerhalb der Erinnerung an den 80. Jahrestag der Besetzung der Gewerkschaftshäuser in Deutschland. Sie zeige wie umfassend gewerkschaftlicher Widerstand in Sachsen gegen die nationalsozialistische Diktatur war. "Nicht mit uns!" sei die Haltung vieler sächsischer in den Jahren 1933 bis 1945 gewesen. "Nicht mit uns!, das hieß Wir stehen zusammen. Wir halten unsere eigenen Werte hoch. Wir lehnen die menschenverachtende Ideologie der Machthaber ab. Wir glauben weiterhin an Freiheit und Menschenwürde", so Anne Schüller. Aufgrund dieser Überzeugungen seien auch Gewerkschafter im KZ Sachsenburg inhaftiert worden. "Ein Anstoß für uns, diese Ausstellung in Sachsenburg zu zeigen", erklärt sie.


Zur Eröffnung wird Willy Buschak einen Vortrag über die im Konzentrationslager Sachsenburg inhaftierten Gewerkschafter halten. Anschließend besteht die Möglichkeit an einem Rundgang über das Gelände teilzunehmen. (ug)

Die Ausstellung ist am 7., 14., 21. und 28. Juli sowie am 25. August und 6. Oktober von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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