O Tannenbaum, wie rar bist du geworden

Mittweida.

Welche Stadt hat den schönsten Weihnachtsbaum? Diese Frage kann ab der nächsten Woche wieder beantwortet werden und wird auch wieder die Leser der "Freien Presse" beschäftigen. So ist eine Neuauflage des Wettbewerbs der "Freien Presse" zum "Schönsten Weihnachtsbaum" geplant. Am Montag werden in Frankenberg und Mittweida die Bäume gefällt, die danach auf den Marktplätzen aufgestellt und geschmückt werden. Hainichen zieht am Dienstag nach. Außerdem werden in allen drei Orten auch die großen Weihnachtspyramiden aufgebaut. Feierliche Pyramidenanschübe gibt es in Frankenberg und in Hainichen.

Dabei wird für die Städte die Suche nach entsprechend großen Bäumen schwieriger. "Viele Jahre hatten wir keine Probleme, einen Baum zu finden", sagte Mittweidas Stadtsprecherin Francis Pohl "Angebote lagen stets vor. Dennoch wird es in den nächsten Jahren nicht mehr so einfach, einen passenden zu bekommen, der sich auch mit der uns zur Verfügung stehenden Technik ernten lässt. Angebote sind stets willkommen und werden gern geprüft. Im nächsten Jahr werden wir hierzu einen gesonderten Aufruf für den Weihnachtsbaum 2020 starten."

Hainichens Bürgermeister Dieter Greysinger (SPD) sieht es noch kritischer: "Durch Borkenkäfer, Krankheiten und Sturm sind die Angebote drastisch zurückgegangen. Da wird es in den nächsten Jahren richtig schwer, einen schönen Baum als Spende zu bekommen." Deshalb habe es in der Verwaltung sogar schon Überlegungen gegeben, ein künstliches Gewächs anzuschaffen. "Das will ich aber nicht", versicherte Greysinger. "Ich hoffe, wir müssen nie diesen Schritt gehen."

Mittweidas Weihnachtsbaum wird in diesem Jahr von der Wohnungsgenossenschaft gespendet. Es handelt sich um eine Fichte. Die steht an der Gartenstraße, Ecke Gabelsberger Straße. "Die genaue Höhe kann erst am Montag bestimmt werden, wenn der Baum am Vormittag gefällt wird", so Pohl. Er erhalte gleich nach dem Aufstellen seine neue Beleuchtung. Die sei im Vorjahr erstmals zum Einsatz gekommen. Die Pyramide wird dann am Mittwoch aufgebaut. "Die Figuren erhielten einen neuen Fuß, auf dem sie befestigt werden."

Hainichen bekommt dieses Mal eine Blaufichte, die zurzeit an der Mittweidaer Straße in Crumbach in Höhe der Bushaltestellen am Viadukt steht. "Der Baum ist etwa 13 Meter hoch und wird von einer Familie gespendet", erläuterte Bauhofchef Sandro Weiß. "Es ist ein sehr schönes Exemplar." Am Donnerstag werde die Pyramide aufgebaut. Die soll mit einem kleinen Fest am Sonntag in einer Woche angeschoben werden, sich also am 1. Advent ab 17 Uhr erstmals drehen.

Die Frankenberger können am Montag schon früh am Morgen mit dem Eintreffen des Baums auf dem Markt rechnen, denn die Transportgenehmigung gilt laut Stadtverwaltung bis 9 Uhr. Der Bauhof muss mit der Säge zuvor in der Sachsenstraße ran. Dort steht eine Colorado-Tanne, die Hans Richter der Stadt schenkt. Der Baum ist etwa 13 Meter hoch und bis zu 4,50 Meter breit. "Wir hatten in diesem Jahr vier Angebote von Bürgern, aus denen wir ausgewählt haben", erklärt Mike Sonntag, Sachgebietsleiter für Technische Dienste. "Die Suche ist schwierig, da viele Bürger durch zunehmend auftretende Stürme ihre Tannenbäume nicht mehr so groß werden lassen." Auch der richtige Standort sei wichtig, um den Baum unbeschadet aufladen und aus dem jeweiligen Grundstück gefahrlos heraus transportieren zu können.

Das Weihnachtssymbol soll nach dem Aufstellen geschmückt werden. Die Pyramide wird vom Bauhof-Team am Dienstag auf dem Markt aufgestellt. Ob Reparaturen erforderlich sind, werde sich dann zeigen. Der Pyramidenanschub mit Marionettentheater und Musik ist am nächsten Freitag, 17 Uhr.

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