Oberschul-Anbau nimmt Gestalt an

Bis Anfang 2021 soll der Neubau an der Lunzenauer Oberschule fertiggestellt werden. Die Arbeiten sind in vollem Gange. Es entsteht ein Komplex mit sechs zusätzlichen Räumen, denn die Schule braucht mehr Platz.

Lunzenau.

Auf dem Schulgelände der Evangelischen Oberschule in Lunzenau geht es derzeit eng zu. Ein großer Kran steht vor dem Haupteingang, wo Stahlbetonsäulen noch ins Nichts ragen. "Die Bodenarbeiten sind abgeschlossen, und das Erdgeschoß ist fertig", erklärte der zuständige Architekt Jörg Preißler vom gleichnamigen Architektenbüro Preißler in Burgstädt. "Der Haupteingang erhält ein neues Treppenpodest. Im Erdgeschoss wird ein großer Raum mit 50 Quadratmetern für Ganztagesangebote und Elterngespräche sowie ein Integrationszimmer mit 27 Quadratmetern geschaffen." Darüber entstehen auf 280 Quadratmetern zwei Etagen mit insgesamt vier Klassenräumen.

Auch wenn die Bauarbeiten durch die Firma HTB Rochlitz momentan mit Rücksichtnahme auf die Zehntklässler stattfinden, die gerade ihre Abschlussprüfungen schreiben, werde der Bauplan in groben Zügen eingehalten - trotz Coronakrise.

"Im Moment stellt die Krise für die Branche kein Problem dar. Aber mir ist bekannt, dass sich im gewerblichen Bereich Investoren durchaus auch zurückhalten", sagte der Staatsminister für Regionalentwicklung Thomas Schmidt am vergangenen Montag beim Besuch der Baustelle mit Lunzenauer Stadtchef Ronny Hofmann (beide CDU). "Es steckt in allen Bereichen gerade viel Unsicherheit, weil keiner weiß, was kommt", so Schmidt weiter.

Umso erfreulicher war daher der Bescheid über eine Nachförderung des Bauprojektes an der Lunzenauer Oberschule, dessen Bauträger der Schulförderverein ist. Für die geplante Bausumme in Höhe von knapp 1,3 Millionen Euro wurde dem Verein bereits im vergangenen Jahr eine Fördersumme über 618.000 Euro vom Freistaat Sachsen bewilligt.

Nun fließen weiter 136.000 Euro Fördermittel, wie Vorsitzender Peter Jahr mitteilte. "Wir haben festgestellt, dass es sinnvoller wäre, das Musikkabinett in den Neubau zu verlegen. So kann der Raum mit einem modernen Schallschutz versehen werden", sagte Jahr. Daher sei der förderfähige Anteil von 60 Prozent der Gesamtkosten gestiegen. 180.000 Euro steuert die Stadt Lunzenau bei, den Rest übernimmt der Schulverein.

Der Anbau war nötig geworden, da Schülerzahlen in den vergangenen Jahren gestiegen sind. Derzeit werden von der 5. bis zur 10. Klassenstufe rund 270 Schüler an der Evangelischen Oberschule unterrichtet. "Wir sind immer davon ausgegangen, dass die Klassenstufen an der Schule 1,5-zügig bleiben", sagte Peter Jahr. Doch seit mehreren Jahren zeichne sich ab, dass alle Stufen konstant in zwei Zügen beschult werden. "Mit dem Neubau entspannt sich aber nicht nur die räumliche Situation, sondern auch die Lernbedingungen verbessern sich", ergänzte Jahr.

Die Arbeiten sollen zu Beginn des Jahres 2021 abgeschlossen werden. "Wir gehen davon aus, dass wir im zweiten Halbjahr des kommenden Schuljahres einziehen können", so der Vereinschef.

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