Obst und Gemüse kommen auf den Tisch und die Leinwand

Gesichter der Landesgartenschau: Hortleiterin Ines Klein und ihr Team haben viele Ideen, wie sich die Kinder in das Festival einbringen können. Und sie hat auch einen Wunsch.

Frankenberg.

Die Landesgartenschau wird im kommenden Jahr fächerübergreifendes Thema an der Astrid-Lindgren-Grundschule Frankenberg werden - und auch den thematischen Speiseplan für die Freizeittätigkeit im Hort der Einrichtung vorgeben. "Wir haben eine ganze Reihe von Ideen, die wir gern umsetzen wollen und unsere Alltagsarbeit quasi unterfüttern werden", freut sich Ines Klein, die Hortleiterin, mit ihren Schützlingen auf die interessante Herausforderung. Und nennt schon mal einige Stichworte. "Wir wollen am Projekt Grünes Klassenzimmer teilnehmen, wie wir im Zuge unserer Ganztagesangebote künstlerische und handwerkliche Fähig- und Fertigkeiten fördern wollen: Auch gesunde Ernährung rückt dann mit praktischer Aktion ins Blickfeld."

Spätestens seit der Zusage, dass Frankenberg die Ausrichterstadt wird, habe sich das 15-köpfige Hortteam Gedanken gemacht. "Nach ersten Gesprächen mit der Laga- Geschäftsführung um Lutz Raschke war der Vorschlag geboren, im Zuge des Ganztagsangebotes in unserem Nähkabinett die Bekleidung für Blumenkinder anzufertigen", erklärt die Sozialarbeiterin. Dabei würden die jungen Leute vor reizvollen Bewährungsproben stehen: Wie misst man Stoff ab, wie wird er zugeschnitten, welche Nähtechnik wird angewandt?

"Wir haben uns auch beworben, eine zwei Mal zwei Meter große Parzelle zu bewirtschaften und darauf etwas anzubauen, beispielsweise Kräuter. Die sollen wiederum als frische Zutat genutzt werden, um dann mit jungen Gästen während der Aktionstage Kräuterbutter herzustellen." Im Hause tätige Mitarbeiterinnen, Mitglieder der Sarah-Wiener-Stiftung, würden das Vorhaben betreuen helfen. "Auch der Kunstunterricht wird davon profitieren. Derzeit sind Überlegungen mit Petra Hofbauer im Gange, mit den Schülern zu malen, sie Aquarelle oder Stillleben fertigen zu lassen, die Blumen, Obst oder Gemüse zum Thema haben." Zu den ins Auge gefassten Aktivitäten könnten ebenso Blumenpflanzaktionen zählen, für die sich der Hort beworben habe. "Wir können mit den Hortkindern Zwiebeln stecken helfen."

Ines Klein ist überzeugt, dass ihre 275 Schützlinge und auch die Eltern von dem Projekt profitieren werden. "Da sind interessante Freizeiterlebnisse möglich. Die Kinder können sich in praktischer Aktion beweisen und haben ein Erfolgserlebnis. Das dürfte viel Spaß machen und hat Sinn." Aber auch für die Einwohnerschaft und Gäste würde mit dem Großprojekt viel rüber kommen. "Der Ausbau der städtischen Infrastruktur ist wichtig. Gut ist es, wenn die Frankenberger tatkräftig mit zupacken, das Geschaffene annehmen und achten", so Ines Klein, die in den vielfältigen Programmaktivitäten die Gelegenheit sieht, mit unterschiedlichen Teilnehmern Netzwerke aufzubauen. Sie verbindet mit der Landesgartenschau einen weiteren großen Wunsch: "Wir würden gern einen eigenen Schulgarten anlegen. Dafür sind wir bereits aktiv, suchen die Kooperation mit Partnern. Gerade das Thema Essen und Trinken wollen wir über die Zeit der Landesgartenschau hinaus gern weiter in Theorie und Praxis fortführen." Im Zuge der Ganztagsbetreuung könne die Einrichtung auch auf die prima ausgerüstete eigene Hortküche setzen. Sie selbst hat auch Interesse bekundet, als eine Gästeführerin tätig zu sein.

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