Oederan will für Markt werben

Händler sollen für ein Jahr keine Standmiete zahlen - Ratsbeschluss vorbereitet

Für Sie berichtet: Ingolf Rosendahl

Acht Jahre nach dem Erlass von Marktordnung und Gebühren für Stände auf dem Wochenmarkt kommt das Thema nun wieder auf die Tagesordnung im Stadtrat Oederan. Mit einer Beschlussvorlage soll die Satzung geändert werden. Für ein Jahr sollen die Standgebühren auf dem Wochenmarkt entfallen. Verknüpft mit zusätzlicher Werbung unternimmt die Stadt so den Versuch, mehr als die bislang vier oder fünf Händler anzulocken.

Ausgangspunkt der Initiative war Bernd Klausnitzer (Freie Wähler), der das Thema aus dem Verwaltungsausschuss in die jüngste Stadtratssitzung mitbrachte. "Ich bin dafür, dass wir von den Marktgebühren Abstand nehmen und sie aussetzen, um das Markttreiben zu befördern", sagte er. Unterstützung erhielt er dafür von Edeltraud Schellig (Freie Wähler). Die Einzelhandelskauffrau schlug ein kostenfreies Testjahr vor, um so die Innenstadt zu beleben. Während sich Sven Schönherr (Linke) dafür erwärmen konnte, stieß der Vorschlag bei Susan Leithoff (CDU) auf Unverständnis. "Ich finde einen Euro je Quadratmeter angemessen", sagte sie. Marktanlieger müssten für ihre Geschäfte schließlich auch Miete zahlen.

Bislang wird pro Quadratmeter Stand auf dem donnerstags und freitags stattfindenden Wochenmarkt ein Euro fällig. Im Laufe eines Jahres kommen so circa 1500 Euro Einnahmen zusammen. "Aus meiner Sicht ist das human", sagte Bürgermeister Steffen Schneider (Freie Wähler), der erkennbar kein Freund einer Gebührensenkung ist. "Falls wir unsere Einnahmemöglichkeiten nicht ausschöpfen, könnte das Ärger mit der Rechtsaufsicht geben", warnte er. Trotzdem stellte er sich der Initiative nicht in den Weg, sondern schlug eine Probeabstimmung vor. An deren Ende gab es neun Ja- und sieben Nein-Stimmen für die einjährige Aussetzung kombiniert mit Werbung. Bis zur nächsten Stadtratssitzung soll nun eine Beschlussvorlage formuliert werden.

0Kommentare Kommentar schreiben