Porphyr-Kurs ist Geheimtipp im Müllerhof

Bei der Künstlerischen Sommerakademie in der Begegnungsstätte steht erstmals die Bearbeitung des Rochlitzer Gesteins auf dem Programm. Die Veranstalter hoffen, dass es nicht das letzte Mal bleibt.

Mittweida.

Im Garten des Müllerhofs in Mittweida werden derzeit Steine zu Kunstwerken. Innerhalb der alljährlichen Künstlerischen Sommerakademie des Begegnungszentrums bietet Jens Oehme aus Wechselburg seit Montag erstmals den Kurs "Steinbearbeitung mit Rochlitzer Porphyr" an. Noch bis einschließlich Donnerstag lernen die Teilnehmer, das rote Vulkangestein mit Klöpfel und Meißel in Form zu bringen.

"Im vergangenen Jahr haben wir künstlerisches Arbeiten mit Beton angeboten", berichtet die Geschäftsführerin des Müllerhofs, Stephanie Junghans. "Das lief sehr gut, deswegen haben wir diesmal ein ähnliches Angebot mit Porphyr ins Programm genommen." Eine bunt gemischte Gruppe aus sechs Kindern und Erwachsenen habe sich dafür zusammengefunden. "So ein Kurs braucht richtig viel Anleitung, daher haben wir in diesem Jahr auf eine kleinere Gruppe gesetzt", so Junghans. Neben der Porphyr-Bearbeitung stehen in diesem Jahr erneut Kalligrafie, eine Schreibwerkstatt und zwei Malkurse auf dem Programm der Sommerakademie. "Die Malerei ist der Renner", berichtet Stephanie Junghans. "Die beiden Kurse sind jedes Jahr wieder gut besucht." Diesmal haben sich 13 Teilnehmer für die je zweitägigen Kurse Landschafts- und Porträtmalerei angemeldet. Ähnliche Hoffnungen hegt die Müllerhof-Geschäftsführerin für den Porphyr-Kurs. "Der ist aktuell noch ein Geheimtipp", sagt sie. Wenn Teilnehmer und Kursleiter am Ende zufrieden sind, könne sie sich allerdings vorstellen, ihn dauerhaft in das Programm der Akademie aufzunehmen oder auch mehrfach im Jahr anzubieten.


Die jüngsten der 30 Teilnehmer, die in diesem Jahr die Sommerakademie besuchen, sind elf Jahre alt, die ältesten im Rentenalter. Früher sei die Kurswoche vor allem von Erwachsenen besucht worden, erzählt Stephanie Junghans. "Im vergangenen Jahr haben wir erstmals die Teilnahmegebühren für Schüler verringert. Seitdem sind auch viele Jüngere dabei." Dem städtischen Freizeitzentrum wolle man damit zwar keine Konkurrenz machen, betont sie. "Aber wir freuen uns, dass wir so auch ein attraktives Ferienangebot in unserem Haus schaffen konnten." Und auch Berufstätige seien unter den Teilnehmern: "Einige nehmen sich jedes Jahr wieder diese vier Tage für uns frei."

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