Proteste gegen Woidniok halten an

Freiberg.

Die Proteste auf die Forderung von Jörg Woidniok, Chef der CDU/RBV-Kreistagsfraktion Mittelsachsen, Geflüchtete nach Syrien abzuschieben, halten an. "Es geht ihm gut, dem Herrn Woidniok. Er hat niemals Krieg erlebt", erklärte Kornelia Metzing vom Arbeitskreis Ausländer und Asyl Freiberg. "Immer wieder treffen wir auf Kinder, die Bilder von Bomben abwerfenden Flugzeugen, toten Menschen und zerstörten Häusern malen", sagt sie. Aufgrund der aktuellen Nachrichten zum Syrienkonflikt könne sie sich nicht vorstellen, dass es dort in absehbarer Zeit möglich sein werde, "blühende Landschaften" aufzubauen, schrieb Cornelia Hünert an "Freie Presse". Im Gegensatz zu Ostdeutschland, dem Helmut Kohl im Zuge der politischen Wende wohlhabende Landstriche versprochen hatte, liege Syrien aber ganz offenbar vielerorts in Schutt und Asche. Woidnioks Bezug zum Kohl-Ausspruch sei unangemessen und irreführend. (bk)

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