Radwegekonzept: Bürger können noch eingreifen

Die Planung für die Trassen, die Orte in der Region verbinden soll, ist fast fertig. Für Änderungswünsche bleibt nicht mehr viel Zeit.

Rossau/Mittweida.

Die Planungen für das Radwegekonzept, das elf Städte und Gemeinden zwischen Zschopau und Zwickauer Mulde verbinden soll, geht in eine neue Runde. Der Entwurf soll im März im Internet veröffentlicht werden. Darüber informierte Rossaus Bürgermeister Dietmar Gottwald (parteilos) in der jüngsten Ratssitzung.

Die Kommune beteiligt sich an der Planung des Radwegekonzeptes, welches in erster Linie die kommunalen Alltagsradwege über die Gemeindegrenzen hinaus bündeln und zu einem komplexen Radwegenetz verbinden soll. Laut Gottwald sei sie jetzt größtenteils fertig. "Wir sollten genau hinschauen, was von unseren Vorschlägen beachtet oder nicht berücksichtigt wurde", riet der Bürgermeister. Denn nach der Veröffentlichung blieben nur wenige Wochen, um noch Korrekturen einzubringen.

Hinweise, wo aus Sicht der Rossauer der Entwurf noch überarbeitet werden muss, sollen laut Gottwald in der Gemeinde gesammelt und dem Planer übermittelt werden. Er gehe davon aus, dass die Rossauer nicht mit allen Details zufrieden sind. Ihm und weiteren Vertretern der beteiligten Orte sei der Entwurf bereits vorgestellt worden. "Mir ist aufgefallen, dass der Vierhäuserweg im Plan fehlt", so der Ortschef. Sobald das Konzept fertig vorliege, könnten Vorhaben umgesetzt werden, sagte Gottwald. Die Gemeinde werde prüfen, was mit eigenem Geld und Zuschüssen aus Förderprogrammen machbar ist.

Auch Holger Müller, Beigeordneter im Mittweidaer Rathaus, betonte im Stadtrat, dass Bürger noch eigene Vorschläge einreichen könnten und sollten. Laut Francis Pohl, Sprecherin der Stadtverwaltung Mittweida, beteiligen sich neben der Großen Kreisstadt Mittweida mit ihren Ortsteilen auch Rossau, Kriebstein, Lichtenau, Claußnitz, Altmittweida, Königshain-Wiederau, Erlau, Geringswalde, Seelitz und Rochlitz am Konzept. Ziel sei, den Alltagsradverkehr in einem 360 Quadratkilometer großem Territorium mit etwa 50.000 Einwohnern zu entwickeln.

Der Entwurf sei weit fortgeschritten, bestätigte Müller. Bis zur finalen Version des gemeinsamen Radwegekonzeptes werde es nach der Beteiligung der Öffentlichkeit und Beratungen in den Kommunen nicht mehr lange dauern. "Das Konzept soll im Sommer stehen", sagte er im Stadtrat. Laut Müller wird in dem Papier auch gezeigt, welchen Bereichen bei der Umsetzung Vorrang eingeräumt werden sollte. Zudem würden Abschnitte ausgewiesen, in denen das Vorhaben voraussichtlich schnell umsetzbar ist. Das Konzept sei in jedem Fall eine Grundlage, um mit den konkreten Planungen für einzelne Bauvorhaben beginnen zu können, sagte der Mittweidaer Beigeordnete Müller.

Er gehe davon aus, dass nach weiteren Abstimmungen mit dem Planungsbüro kurze Informationen zum aktuellen Projektstand und ein Link zu den detaillierten Angaben, wie sie beispielsweise Karten und Beschreibungen liefern, in spätestens zwei Wochen veröffentlicht werden. Sie seien dann auf der Internetseite www.mittweida.de zu finden. (mit lkb)


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