Räte sollen besondere Euromünzen erhalten

Ortsverband der Linken Rochlitz-Geringswalde plant Erinnerungsgeste

Rochlitz/Geringswalde.

Ein besonderes Geschenk für ihre Stadträte haben sich die Mitglieder des Linke-Stadtverbandes Rochlitz-Geringswalde einfallen lassen. Das teilte der Geringswalder Linke-Stadtrat David Rausch mit.

In den kommenden Sitzungen der beiden Räte wolle der Stadtverband allen Mandatsträgern eine Zwei-Euro-Münze überreichen. Die Prägung auf der Gedenkmünze erinnert an die Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944. Der sogenannte D-Day gilt als richtungsweisend für das Ende des Zweiten Weltkrieges. "Wir wollen die Stadträte mit diesem Geschenk daran erinnern, dass sie eine Verantwortung und einen demokratischen Auftrag haben", sagt Rausch.

Geplant war die Übergabe ursprünglich am kommenden Freitag, dem 8. Mai. Vor 75 Jahren kapitulierte an diesem Tag die Deutsche Wehrmacht. Seither wird das Datum als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und Ende des Zweiten Weltkrieges gefeiert. Anlässlich des Gedenktages war ebenfalls eine Filmvorführung angedacht. Gezeigt werden sollte das Geschichtsdrama "Der Junge im gestreiften Pyjama", ein Film über die Freundschaft zwischen einem jüdischen Jungen und dem Sohn eines SS-Offiziers. Die Vorführung kann aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht stattfinden und soll auf den Sommer verschoben werden. "Wir können uns das gut als Veranstaltung unter freiem Himmel vorstellen, suchen aber noch den geeigneten Ort dafür", erklärt der Geringswalder Kommunalpolitiker.

Eine öffentliche Kranzniederlegung am kommenden Freitag sei in Rochlitz dennoch geplant, so Rausch weiter. Die Veranstaltung werde allerdings in diesem Jahr erstmalig gemeinsam mit der Ortsgruppe der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) durchgeführt. Das bestätigte deren Sprecherin Sonja Riedel auf Anfrage der "Freien Presse". "Wir haben die Kranzniederlegung beim Landratsamt beantragt und wollen am Freitag am Ehrenmal des sowjetischen Soldaten am Rochlitzer Bahnhof eine kleine Ansprache halten", so Riedel. "Wir wollen allen, die an diesem Jubiläum etwas ablegen möchten, die Möglichkeit dazu bieten." Von einer Beschränkung der Besucherzahl am Denkmal aufgrund der aktuellen Pandemie sei derzeit keine Rede, "aber wir werden den vorhandenen Platz nutzen, um die Abstandsregelungen von 1,5 Metern einzuhalten", sagt Riedel. Die Rochlitzer Ortsgruppe "DKP Erzgebirgskreis" hatte sich im Januar 2020 neu gegründet.

Eine Kranzniederlegung anlässlich des Tages der Befreiung findet am 8. Mai von 16.30 bis 17.30 Uhr am Ehrenmal des sowjetischen Soldaten am Bahnhof in Rochlitz statt.

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