Restaurator geht in der Kirche an die Decke

60.000 Euro kostet die Innensanierung im Marbacher Gotteshaus

Marbach.

Noch in diesem Monat soll die Innensanierung der Marbacher Kirche beginnen. Laut Frieder Lomtscher vom Kirchenvorstand bildet dabei die Decke den Schwerpunkt. "Nach der Reparatur des Daches und der Dachkonstruktion haben sich Risse gebildet, Putz und Gips sind abgefallen", erklärt er. Die Decke müsse nun gereinigt und fachmännisch restauriert werden. Neben Malerarbeiten gehöre auch das Wiederherstellen des Stucks dazu. Dafür wird ein Gerüst aufgebaut.

Allein die Sanierung der Decke koste etwa 60.000 Euro. Die Gesamtkosten für die Kirchensanierung belaufen sich auf 570.000 Euro. 200.000 Euro erhielt die Kirchgemeinde als Fördermittel von der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland, und 180.000 Euro flossen aus dem Programm "Integrierte ländliche Entwicklung". Mehr als 170.000 Euro steuerte die Kirchgemeinde aus Eigenmitteln sowie die Landeskirche bei. Zudem gab es 12.000 Euro Denkmalmittel für die Restaurierung der Fenster.

Gebaut wird an der Kirche bereits seit Ende April 2017. Zunächst wurde das Mauerwerk trockengelegt und der Putz abgehackt. Im Mai starteten dann die Hauptarbeiten: die Sanierung des Dachstuhls. Der Holzbock hatte in fast allen liegenden Balken großen Schaden angerichtet. Da das Holz an einigen Stellen nur schwer zugänglich war, musste ein Teil des Dachstuhles offengelegt werden.

Nach der Innensanierung stehen dann nur noch Restarbeiten an, sagt Lomtscher. So sollen die aus dem Jahr 1780 stammenden Türen saniert und ein Behindertengerechter Zugang geschaffen werden. "Wir hoffen natürlich, dass alles dieses Jahr noch fertig wird", sagt Lomtscher. Sicher sei das aber noch nicht. Eine Feier mit allen Helfern und den Bürgern soll es auf jeden Fall geben. Wenn nicht mehr dieses Jahr, dann eventuell im Frühjahr 2019.

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