Rossau vergrößert seinen Fuhrpark

Die Gemeinde will für Bauhof-Neuanschaffungen mehr als 80.000 Euro ausgeben. Das ist einigen Räten zu teuer.

Rossau.

Die Gemeinde Rossau modernisiert und vergrößert den Fuhrpark des Bauhofes. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Montagabend den Kauf eines Teleskopladers und eines Pritschenfahrzeuges beschlossen. Die Mehrheit der Räte hatte sich dafür ausgesprochen.

Vorher war es aber zu heftigen Debatten gekommen. Ob die voraussichtlichen Einsatzstunden die Anschaffung aller Spezialfahrzeuge rechtfertigten, wollten Räte etwa wissen. Gemeinderat Jörg Hammer (CDU) fürchtet, dass der Fuhrpark zu groß für den Ort wird. Harsch kritisiert wurden zudem die Beschlussfassungen. Vor allem, weil sich etliche Gemeinderäte bei der Auswahl der Fahrzeuge übergangen fühlten.

Christoph Ulrich

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Laut Bürgermeister Dietmar Gottwald (parteilos) ist im Haushaltsplan der Kauf beider Fahrzeuge vorgesehen. Zum Fuhrpark gehörten aktuell zwei Kleintransporter und ein Elektrofahrzeug sowie ein älterer Unimog, zwei Multicar-Nutzfahrzeuge und ein Gabelstabler. Der Gabelstabler solle vom Teleskoplader abgelöst werden, sagte Gottwald. Allein der geplante neue Teleskoplader kostet allerdings fast 56.000 Euro. Für den Kauf eines gebrauchten, zwei Jahre altes VW T6-Pritschenfahrzeugs kommen knapp 25.000 Euro hinzu.

Im diesjährigen Haushalt seien jedoch nur 67.000 Euro für die Erweiterung des Fuhrparks vorgesehen, stellten einige Räte fest. Weshalb die Summe überschritten werde, fragten sie. Die Erklärung des Bürgermeisters, dass Bauhofmitarbeiter unterschiedliche Fahrzeuge getestet und die Entscheidung getroffen hätten, befriedigte einige im Gremium nicht. "Das haben nicht die Beschäftigten, sondern die Räte zu bestimmen", sagte Gemeinderätin Angelika Feldmann (Wir für Rossau). Sie kritisierte zudem fehlende Transparenz bei der Beurteilung von Angeboten verschiedener Fahrzeugverkäufer, da ihrer Ansicht nach nicht deutlich genug zwischen Neu- und Gebrauchtwagen unterschieden wurde. Gottwald entgegnete, dass Bauhof und Verwaltung Kriterien wie die tatsächlich anfallenden Arbeiten im Ort und die Kosten für entsprechende Zusatzausrüstung mit beachtet hätten. Zudem sei der Preis von den konkreten Kaufangeboten in der Region bestimmt worden. "Dann hätte das Thema vor der Beschlussfassung noch einmal in den technischen Ausschuss gehört", wandte Gemeinderat Marcel Fritzsche (Freie Wähler Rossau) ein.

Die zusätzlichen fast 14.000 Euro sollen laut Gemeinderatsbeschluss im Haushalt durch den Verzicht auf eine Baumaßnahme an der Löschwasserzisterne am Bauhof und einen Teil der geplanten Werterhaltungsmaßnahmen am Bauhofgebäude finanziert werden.

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