Rossau will 1,1 Millionen Euro investieren

Der Etat 2020 ist beschlossene Sache. Ein Loch im Haushalt soll nicht auf Kosten der Bürger gestopft werden.

Rossau.

Die Kommune Rossau rechnet in diesem Jahr mit Einnahmen von knapp 5,4 Millionen Euro. Dem stehen Ausgaben von rund 5,7 Millionen Euro entgegen. Festgehalten ist dies im Haushaltsplan 2020, den der Rossauer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit beschlossen hat. Die Differenz ergibt sich laut Bürgermeister Dietmar Gottwald (parteilos) vor allem aus den Kosten für Personal und Kindereinrichtungen. Der Betrag soll durch Geld aus der Rücklage gedeckt werden.

Damit sei ein Haushaltsausgleich möglich, hieß es dazu aus der Verwaltung. Höhere Elternbeiträge für die Kinderbetreuung im Ort oder neue Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer soll es zur Finanzierung der Vorhaben nach dem Willen der Räte nicht geben. Laut Kämmerei bleiben die Hebesätze für Steuern damit seit 2008 unverändert. Sie betragen somit weiterhin bei der Gewerbesteuer 375 und bei der Grundsteuer A 330 Prozent. Auch die Grundsteuer B, die Eigentümer von Wohnhäusern bezahlen, bleibt gleich. Der Hebesatz liegt bei 430 Prozent.

Für Investitionsvorhaben plant die Gemeinde in diesem Jahr 1,1 Millionen Euro ein. Die größten Vorhaben sind die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges für die Feuerwehr, der Neubau einer Brücke in Greifendorf sowie neue Straßenbeleuchtung und ein Multifunktionsplatz in Moosheim. Diese Projekte seien dringend, sagte der Ortschef. Zudem könne die Gemeinde mit erheblichen Zuschüsse rechnen. Für den Brückenbau an der Straße Am Rubinberg in Greifendorf, den die Verwaltung mit rund 304.000 Euro veranschlagt, gibt es laut Gottwald vom Freistaat mehr als 260.000 Euro dazu.

Die Anlaufberatung für den Brückenneubau findet nach seinen Angaben bereits dieser Tage statt. "Wir streben an, dass je nach Witterung möglichst zeitig im Frühjahr begonnen wird", sagte er. Etwa vier Monate Bauzeit müssten eingeplant werden. Das Hauptproblem sei der Untergrund, auf dem die neue Brücke errichtet werden muss. Dieser bestehe auf der einen Seite aus Felsgestein, auf der anderen aus weichem Boden. Deshalb solle eine selbsttragende Kastenprofil-Konstuktion errichtet werden.

Bevor die Bauarbeiten beginnen, müsse zudem über Regelungen für Umleitungsstrecken und Zufahrten zu den Anliegergrundstücken entschieden werden. Grundstückseigentümer hätten beispielsweise angeboten, dass sie für eine Notstraße Flächen zur Verfügung stellen, so Gottwald.

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