Saxonia Edelmetalle auf Wachstumskurs

Binnen acht Monaten hat der Betrieb in Halsbrücke bei Freiberg seinen neuen Firmensitz errichtet. Jetzt läuft der Umzug in den 18Millionen Euro teuren Komplex.

Halsbrücke.

Die Abteilungen Gerätebau und Kontaktfertigung produzieren bereits in der neuen Halle, für die Halbzeugfertigung als letzten vom Umzug betroffenen Bereich werden momentan die Maschinen umgesetzt - die Firma Saxonia Edelmetalle nimmt gegenwärtig ihren neuen Sitz an der Erzstraße in Halsbrücke in Besitz. "Der Umzug läuft bei vollem Betrieb", sagt Geschäftsführer Hans-Christian Winkelmann, "unsere Auftragsbücher sind sehr gut gefüllt."

Am 24. April vorigen Jahres war der symbolische Grundstein für die rund 7500 Quadratmeter große Halle gelegt worden, an die sich ein Bürogebäude mit etwa 1000 Quadratmetern Fläche anschließt. Bereits im Dezember ist die Verwaltung umgezogen, seit Januar folgen drei der insgesamt sechs Abteilungen der Firma. Der Komplex habe inklusive der Gebäudetechnik - allein für die Be- und Entlüftungsanlage gibt es beispielsweise eine separate Schaltzentrale - rund 18 Millionen Euro gekostet, sagt der Geschäftsführer. "Wir haben vom Platz her Reserven, denn wir wollen weiter wachsen."

Aktuell habe die Firma 260 Mitarbeiter, so der promovierte Diplomkaufmann, der Umsatz habe voriges Jahr bei rund 360 Millionen Euro gelegen. "Wir suchen vor allem Industrie- und Werkzeugmechaniker sowie Verfahrenstechnologen", betont der 44-Jährige, "und zwar sowohl als Facharbeiter als auch als Auszubildende." Die Firma habe unter anderem einen eigenen Werkzeugbau aufgebaut, und die 20-köpfige Instandhaltungsgruppe lege nicht nur beim Innenausbau und Umzug kräftig mit Hand an, sondern sei auch bei anderen Firmen im Einsatz.

Zu letzteren gehört die benachbarte Saxonia Galvanik, mit der sich die Edelmetaller bis Dezember noch ein Werksgelände geteilt haben. Am alten Standort verbleibt die Chemie; die Metallurgie und die Rohstoffannahme sind an der Hauptstraße in Halsbrücke beheimatet. Gegenwärtig würden erste Überlegungen angestellt, auch diese Produktionsstätten herzurichten.

Zur Muttergesellschaft Saxonia Holding GmbH gehören neben den Halsbrückern seit 2010 die Wieland Edelmetalle GmbH in Pforzheim, seit 2018 die Saxonia Technical Materials GmbH im hessischen Hanau und die Italbras S. p. a. im italienischen Vicenza. "Hier hat sich sozusagen ein Ostbetrieb in den Westen ausgedehnt", kommentiert Winkelmann, der selbst gebürtiger Braunschweiger ist und durch das Studium an der Bergakademie Freiberg in Sachsen ansässig geworden ist.

Die Gruppe zähle rund 800 Mitarbeiter in Summe. "Die einzelnen Firmen ergänzen sich hervorragend. Pforzheim ist unser Gold- und Halsbrücke unser Silberzentrum", urteilt Winkelmann. Damit werde in dem Ort bei Freiberg eine über 400 Jahre alte Tradition fortgesetzt - Halsbrücke gilt seit 1612 als Hüttenstandort.

Die Saxonia Edelmetalle stellt neben dem Edelmetallrecycling unter anderem Geräte für die Glasindustrie, Kontaktteile für elektrische Geräte sowie Drähte, Bleche und Chemikalien für Elektro-, Schmuck- und Oberflächenveredlungsbetriebe her. Einen Großteil davon liefert die Firma in Europa aus. Darüber hinaus gibt es Kunden beispielsweise in den USA, in Mexiko und im Nahen Osten. Bis 30. Juni dieses Jahres soll der Umzug in Halsbrücke beendet sein. Parallel dazu laufen Aufforstungen und Begrünungen nahe der Alten Meißner Straße. Auf dem neuen Gelände seien zudem gut 1000 Quadratmeter Erweiterungsfläche vorbereitet: "Bei Bedarf können wir die Halle hier relativ einfach verlängern." www.saxonia.de

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