Schaufenster der heimischen Wirtschaft

Zum fünften Mal startet in Mittweida die Ausbildungsmesse "Schule macht Betrieb". Mit mehr Werbung und neuen Firmen soll der Erfolg fortgesetzt werden.

Zur Ausbildungsmesse 2017 präsentierten sich 90 Aussteller in Mittweida.

Von tim Große

Dass junge Menschen möglichst der Region treu bleiben, die sie lange als "Zuhause" bezeichneten, ist Wunschziel vieler Kommunen fernab der Großstädte. Im Landkreis Mittelsachsen hat sich der "Arbeitskreis Schule-Wirtschaft" dieser Aufgabe angenommen. Durch die Organisation von Ausbildungsmessen möglichst nah am Schul- oder Wohnort sollen regionale Unternehmen und Schüler in Kontakt kommen.

Traditionell beginnt die dreiteilige Reihe "Schule macht Betrieb" in Mittweida. Die nächsten Stationen sind dann Freiberg und Döbeln. Für Samstag hat der Arbeitskreis den Technologiepark Mittweida (TPM) mit der Planung der Messe in der Sporthalle "Am Schwanenteich" beauftragt. Der TPM ist seit Jahren ein Ort der Beratung von Unternehmensgründungen im technischen Gewerbe. Projektplaner Arno Bast versucht bei der Organisation immer auf die Kritik vom vergangenen Jahr zu reagieren: "Wir haben die Schulen der Region spätestens zwei Tage nach den Ferien mit ausreichend Informationsmaterial beliefert". 2017 klagten einige Schulen über zu späte Informationen. Auch seien in fünf umliegenden Gemeinden Broschüren und Plakate verteilt worden. Trotzdem sagt Arno Bast: "Wir brauchen keine hundert Leute am Stand die sich nur einen Kuli mitnehmen, sondern es reichen auch fünf, die wirklich mit den Unternehmern ins Gespräch kommen". Deshalb gebe es außer der Eröffnung durch Landrat Matthias Damm weder Programm noch Beschallung.

2017 besuchten etwa 1700 Interessierte die 90 Stände. Auch diesmal sind wieder 90 Firmen auf der Messe vertreten, darunter große wie der Schweizer Messgerätehersteller Endress+Hauser mit Standort in Waldheim. Vielmehr aber sind es kleine Firmen, wie das Frankenberger Seniorenhaus "Im Sonnenlicht", die diese Plattform nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen. "Unsere Bewerber kommen zum großen Teil aus dem Frankenberger Umland und nehmen Kontakt zu uns eher durch die Frankenberger Messen auf, aber vielleicht kommen dieses Jahr potenzielle Bewerber", sagt Beatrix Lindner, Pflegedienstleiterin im Seniorenhaus.

Zum ersten Mal dabei ist die Firma Hinkelmann Polstermöbel aus Schweikershain. Geschäftsführerin Julia Hinkelmann sagt: "Wir sind durch Mitarbeiter und Anschreiben darauf aufmerksam geworden und hoffen auf gute Kontakte". Der Familienbetrieb bietet mit dem Polsterer eine seltene Fachrichtung in dem Angebot von etwa 85 Ausbildungsberufen und 30 Studienrichtungen, die auf der Messe vorgestellt werden.

Die Messe öffnet am Samstag von 10 bis 15 Uhr in der Sporthalle "Am Schwanenteich". Der Eintritt ist frei.

0Kommentare Kommentar schreiben