Schüler schauen rein: In Klinik und Kälteservice

In der Woche der offenen Unternehmen haben Schüler in Mittweida Einblick in den Alltag verschiedener Berufe erhalten. Eine Firma hat die Aktion für sich neu entdeckt.

Mittweida.

Für Selina Richter steht bereits fest, dass sie einmal im medizinisch-pflegerischen Bereich arbeiten möchte. "Wir haben eine Ärztin in der Familie und meine Oma arbeitet in einem Labor." Da passte der Besuch im Mittweidaer Krankenhaus zur Woche der offenen Unternehmen zum Berufswunsch der 15-Jährigen aus Lichtenau. Sie habe viel erfahren. "Vorher möchte ich jedoch mein Abitur machen", sagte die Schülerin vom Gymnasium in Burgstädt. Insgesamt 15 Mädchen und Jungen hatten die Gelegenheit genutzt, im Krankenhaus einen Rundgang zu unternehmen und etwas über die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege zu erfahren. Für das nächste Ausbildungsjahr werden laut Krankenhaus-Sprecherin Ines Schreiber Bewerbungen angenommen. Derzeit sind in der Klinik 28 Auszubildende angestellt.

Während das Krankenhaus sich schon oft an der Woche der offenen Unternehmen beteiligte, war es für Renè Gebauer, Geschäftsführer der Firma Kälteservice Mittweida, das erste Mal. Neun Schüler, darunter auch zwei Mädchen, besuchten seinen Betrieb. Für Gebauer eine gelungene Premiere. Teilgenommen hat das Unternehmen, weil es dringend Auszubildende sucht. "Im vergangenen Jahr hatten wir gar keinen Lehrling", sagte er. Der Betrieb ist stetig gewachsen. Waren es vor sechs Jahren noch 6 Angestellte, sind es heute mehr als 20. Mit der Zahl der Lehrlinge sei es umgedreht. "In Spitzenzeiten hatten wir fünf Auszubildende, derzeit nur noch zwei", so Gebauer. Jedes Jahr wenigstens einen Mechatroniker für Kältetechnik auszubilden, hat sich der Chef als Ziel gesetzt. "Viele kennen unseren Beruf gar nicht. Wir bauen keine Kühlschränke, wie mancher denkt. Wir bauen große Kühlhäuser", sagt er.

Auch der Geschäftsführer der in Mittweida ansässigen Arbeiterwohlfahrt Südsachsen gGmbH, André-Aljoscha Steiner, sucht Nachwuchs: "Die Branche der Altenpflege verzeichnet eine hohe Nachfrage an gut ausgebildeten Fachkräften", so Steiner. In Mittweida nutzten 15 Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, um sich im Seniorenzentrum und der Sozialstation umzuschauen.

Bei der Firma Laservorm in Altmittweida erwartet Geschäftsführer Thomas Kimme heute und morgen nochmals 17 Schüler sowie Eltern. Gestern kamen 8 junge Besucher. Kimmes Firma sucht angehende Industriemechaniker, Softwareentwickler und Mechatroniker, wollte Neugier für diese technischen Berufe wecken und, so Kimme, er habe "ernsthaftes Interesse gespürt":

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