Schul-Sportplatz soll Kunststoffbelag erhalten

Für Mittelsachsen steht jetzt ein Budget von rund 14 Millionen Euro im Schulinvestitionsprogramm zur Verfügung. Mittweida hat Ideen, was mit dem Anteil der Stadt gebaut werden soll.

Mittweida.

Wenn es um Fördermittel geht, hat der Mittweidaer Oberbürgermeister eine feine Nase. Und so hat Ralf Schreiber auch längst Wind von einem neuen Programm bekommen, bei dem Kommunen in Sachsen zusätzliches Geld von Bund und Land für Investitionen in Schulen erhalten können.

Erst in dieser Woche hat das Kabinett des Freistaates dem Verfahren zugestimmt, welches die Verteilung des Geldes aus dem sogenannten Schulinvestitionsprogramm regelt. Auf die Details wollte die Stadtverwaltung nicht warten und hat den Stadträten bereits Ideen vorgestellt, wie das Geld in Mittweida ausgegeben werden kann. Schreiber rechnet mit einem Anteil für die Kommune in Höhe von rund 600.000 Euro. Mit dieser Summe könne die Stadt gleich mehrere Projekte angehen, die ohne Förderung weiter in der Schublade liegen bleiben würden.

So soll mit dem Fördergeld der Sportplatz an der Schmidt-Grundschule erneuert werden. Derzeit besteht der aus einem Natur-Rasenplatz mit Aschenbahn. Nach den Plänen der Kommune soll an gleicher Stelle ein Tartan-Platz (Bodenbelag aus Kunststoff) entstehen, der zwar kleiner sei, aber den Belangen der Grundschüler entspreche, so Schreiber. Zudem würden daneben noch acht Park-Stellplätze für das Lehrerpersonal gebaut. Es sei auch ein neuer Übergang vom Schulhof zum Sportplatz geplant und der sogenannte Verkehrsgarten werde überarbeitet.

Das in Aussicht stehende Fördergeld könnte laut Schreiber auch für zwei weitere Projekte verwendet werden: So soll das Dach der Bürkelhalle an der Oberschule einen neuen Belag erhalten und der Keller in der Fichte-Schule ausgebaut werden. Das seit Jahren ungenutzte Lehrschwimmbecken werde dabei verschwinden und es sollen Räume für Freizeitgestaltung und Unterricht an der Stelle entstehen.


Fördergeld für Schulen

Die Mittel des Schulinvestitionsprogramms (195,7 Millionen Euro) werden den sächsischen Kommunen als zusätzliches Budget innerhalb des Programms "Brücken in die Zukunft" zur Verfügung gestellt. Rund 178 Millionen Euro stammen vom Bund. Die übrigen rund 17,8 Millionen Euro werden aus Landesmitteln beigesteuert. Die Verteilung der Mittel auf die Landkreise erfolgt anhand der Schülerzahlen. Die Kommunen sollen über die Auswahl ihrer Projekte entscheiden können. Für die bauliche Umsetzung haben sie Zeit bis zum Ende des Jahres 2022. (jl)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...