Schwelgen im Vergangenen

Es ist ein Ausblick mit "Erinnerungen". Unter diesem Titel steht die neue Schau, mit der die Leo-Lessig-Stiftung Gäste in ihre Galerie lockt.

Frankenberg.

Auf die "Naturlust" folgen "Erinnerungen". Die neue Stiftungsausstellung am Baderberg punktet mit Vielfalt. "Neben Kunstwerken aus Stiftungsbesitz und Leihgaben von Leo Lessig und Elisabeth Decker sind Arbeiten von Uwe Bayer, Dana Därr, Petra Hofbauer, Olaf Sporbert und Dietmar Weickert zu sehen", sagt Sandra Saborowski, Bildungsmanagerin in der Stadtverwaltung. Das Besondere an der Ausstellung ist die Vielzahl der präsentierten Techniken. Diese reichen von Ölmalerei und Pastell über Bleistiftzeichnungen bis hin zur Federzeichnung. "Es ist unsere erste Ausstellung, in der regionale ortsansässige Künstler im Fokus stehen", so Saborowski weiter. Damit erfüllt die Galerie ihren eigenen Anspruch, eine Plattform und einen Bezugsraum für Künstler zu schaffen.

Dabei weckt die bis Ende Februar 2020 zu sehende Schau Erinnerungen nicht nur an Personen, sondern auch an Vergangenes, Lieb gewordenes sowie Dinge, die verschwunden sind. Die als Künstlerin erstaunlich schnell reifende Petra Hofbauer etwa lässt das zugunsten der Landesgartenschau abgebrochene Lisema-Gebäude auferstehen. Leo Lessig beeindruckt mit seinem vielschichtigen Werk "Rossau - Kleine Dorfkirche mit El-Greco-Himmel mit Marienerscheinung Grecos". Und Uwe Bayer hatte sicher wieder Neil Young, Santana oder Ostrock im Ohr, als er gewohnt meisterlich seine lebenslustige Dame festhielt.

Die Themen für die Ausstellungen kreieren Stiftungsrat, Stadtverwaltung und Leo Lessig zusammen. "Steht es einmal fest, können sich Künstler mit geeigneten Bildern beteiligen", erklärt Sandra Saborowski. Die kleine Galerie besteht erst seit Mai 2019, erfreut sich seither aber wachsender Begeisterung. "Bis Mitte Oktober haben wir 1100 Gäste gezählt", sagt die Bildungsmanagerin. Seit Schließung der Landesgartenschau sei natürlich ein sinkende Besucherzahl festzustellen. "Aber wer jetzt kommt, steuert uns gezielt an. Außerdem wussten wir im Vorfeld, dass wir uns etwas einfallen lassen müssen. Und das tun wir auch."

Zunächst also mit zwei Dutzend "Erinnerungen" in Kombination mit der Dauerausstellung. Auch künftig werden die Räume an acht Stunden pro Woche geöffnet, und zwar Donnerstag bis Sonntag 14 bis 16 Uhr. Als Ansprechpartner stehen dafür Ehrenamtliche zur Verfügung. Damit die eine Weihnachtsruhe genießen können, ist die Galerie vom 23. Dezember bis 5. Januar geschlossen.

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