Spiegel soll Straßenverkehr in Frankenau sicherer machen

Lange haben Anwohner der Oberen Dorfstraße darauf gedrängt, dass in einer unübersehbaren Kurve wieder ein Verkehrsspiegel aufgestellt wird. Jetzt will die Verwaltung reagieren.

Frankenau.

Für Iris Nowak bestehen keine Zweifel: An der Oberen Dorfstraße in Frankenau sollte in der Kurve an der Brücke über den Bach wieder ein Verkehrsspiegel aufgebaut werden. "Es geht an der Stelle um eine unübersehbare Kurve, die vor allem von Ortsunkundigen unterschätzt wird." Begegnen sich auf der Kreisstraße gerade größere Fahrzeuge und müsse eins davon noch links abbiegen, bestehe Unfallgefahr. Sie und Monique Peters arbeiten beim hier ansässigen Busunternehmen Nowak und kennen solche gefährlichen Situation aus dem Alltag zur Genüge.

Deshalb habe sie sich schon mehrfach an die Stadtverwaltung gewandt, so Monique Peters. Immerhin stand bis zur Erneuerung der Brücke vor etwa zwei Jahren bereits ein Spiegel an der Stelle, wurde dann aber entfernt. Die Fahrbahn wurde dabei teils verbreitert, dennoch sei die Stelle an der Kreuzung zum Querweg schlecht einsehbar. Zuletzt konfrontierte sie im November 2017 bei einer Einwohnerversammlung Mittweidas OB mit der Frage nach dem Spiegel. Ralf Schreiber wähnte das Thema damals schon als erledigt. Doch der Spiegel steht immer noch nicht. "Wir hatten die Wiederaufstellung bereits vor einiger Zeit in Aussicht gestellt", bestätigte Bauamtsleiter Sebastian Killisch. Die Unfallgefahr sei unterschiedlich bewertet worden. So sei die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises, der für die Trasse verantwortlich ist, davon ausgegangen, dass mit der Erneuerung der Straße an der Stelle das Problem behoben worden und kein Spiegel mehr erforderlich sei. Aus Sicht der Verkehrsunfallkommission habe es an der Stelle bisher weder vor noch nach dem Straßenumbau eine Unfallhäufung gegeben. Doch in der Stadtverwaltung habe man Verständnis für die Sorgen der Anlieger, die argumentieren, dass sich nach dem Straßenausbau zwar die Sicht verbessert habe, aber eben auch schneller auf der Strecke gefahren werde. Bei einem fachlichem "Unentschieden" würde dem Anliegen der Frankenauer Rechnung getragen. Gestern nun machte sich ein Mitarbeiter des Bauamtes vor Ort ein Bild. Noch ist laut Killisch die Frage offen, an welcher Stelle der Spiegel aufgebaut werden könne. Ortsvorsteher Türk Lippmann geht aber nach dem Vor-Ort-Termin nun davon aus, dass die Angelegenheit schnell geklärt wird. Auch er bestätigte die Sorgen der Einwohner um die Unfallgefahr an der Kurve. Schützenhilfe erhalten die Frankenauer auch vom Vorsitzenden der Gebietsverkehrswacht Mittweida: "Der Spiegel in Frankenau war immer berechtigt und sollte auch wieder aufgebaut werden", so Silvio Seidler.

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