Staatsstraßen: Sanierung nicht vor 2022

Die Burgstädter Straße und die Zschopaubrücke bleiben vorerst in einem schlechten Zustand. Grund sind langwierige Planungsverfahren.

Mittweida.

Die kaputte Burgstädter Straße und die Zschopaubrücke sind vielen Bürgern in Mittweida schon lange ein Dorn im Auge. Doch nun ist klar: In beiden Fällen wird die Instandsetzung nicht vor dem Jahr 2022 beginnen. Darüber informierte am Donnerstagabend Oberbürgermeister Ralf Schreiber (CDU) zur Stadtratssitzung.

Ende Juli hatten er und Bauamtsleiter Sebastian Killisch sich mit Vertretern des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) getroffen, um über die notwendigen Arbeiten zu sprechen. Da es sich in beiden Fällen um Staatsstraßen handelt, trägt der Freistaat die Verantwortung für deren Zustand. Die Stadt kann die Sanierung daher nicht selbst übernehmen.

Laut Schreiber will das Lasuv für beide Straßen im kommenden Jahr ein Planfeststellungsverfahren einleiten, für das jeweils mit einer Dauer von insgesamt drei Jahren zu rechnen sei. Da die Burgstädter Straße entlang des Altmittweidaer Bachs verläuft, tragen demnach vor allem wasserrechtliche Fragen zu der langen Planungszeit bei. Ob dies auch in Bezug auf die Zschopaubrücke der Fall ist, sagte das Stadtoberhaupt am Mittwoch nicht. Schon lange ist geplant, die Brücke an der Hainichener Straße über die Zschopau zu sanieren. Das Lasuv lässt ihren Zustand alle drei Jahre kontrollieren. Nach Einschätzung der Behörde befindet sich die Brücke in einem ungenügenden baulichen Zustand, ein Abriss sei jedoch nicht erforderlich. Die Kosten für die Instandsetzung schätzt das Lasuv auf etwa 1,7 Millionen Euro.

Es werde regelmäßig geprüft, ob an der Brücke Reparaturen erfolgen müssen, um bis zur Sanierung die Absturzsicherheit zu gewährleisten. Während des Baus soll die Dresdener Straße, die über die Brücke verläuft, voll gesperrt werden. Lediglich für Fußgänger soll eine Behelfsbrücke errichtet werden, für Autofahrer sei die Waldheimer Straße als Umleitung gedacht.

Auch die Burgstädter Straße ist in einem maroden Zustand. Wegen einer einsturzgefährdeten Stützwand gibt es dort nur einen Behelfsfußweg. Die Straße muss ausgebaut, die Stützmauer saniert werden. Bereits seit zwölf Jahren ist dies dem Lasuv bekannt. In der Vergangenheit wurde ein Ausbau mehrfach in Aussicht gestellt, das Projekt ist in der sächsischen Ausbau- und Entwicklungsstrategie 2030 für Staatsstraßen enthalten. Anfang dieses Jahres hatte Oberbürgermeister Ralf Schreiber die Sanierung der Burgstädter Straße auch bei seinem Neujahrsempfang zum Thema gemacht und als "längst überfällig" bezeichnet. Der Ausbau von Fahrbahn und Gehwegen einschließlich dem Neubau der Stützwände soll nach Angaben des Lasuv rund 4,5 Millionen Euro kosten. (mit fpe/jl)

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