Stadt gibt Geld für kleine Vorhaben mit großer Wirkung

Wer in Frankenberg seinen Vorgarten oder die Fassade auf Vordermann bringen will, kann auf Unterstützung hoffen. Das gilt allerdings nur für bestimmte Bereiche.

Frankenberg.

Nicht nur private Bauherren sollen künftig bei der Sanierung ihrer Häuser in Frankenberg finanziell unterstützt werden. Die Stadträte haben zur jüngsten Sitzung ein Förderprogramm auf den Weg gebracht, das nun auch sogenannte Kleinstmaßnahmen wie Fassadenanstrich, Erneuerung von Fenstern und Gestaltung von Vorgärten bezuschusst. Allerdings sind nur die Eigentümer an den Verbindungskorridoren (siehe Grafik) davon Nutznießer. Damit sollen laut Bürgermeister Thomas Firmenich (CDU) die Anwohner motiviert werden angesichts der Landesgartenschau 2019 diese Bereiche zu verschönern. Denn diese Korridore verbinden die Landesgartenschauareale mit der Innenstadt. 30.000 Euro will die Stadt dafür ab kommendem Jahr insgesamt zur Verfügung stellen. "Freie Presse" hat die wichtigsten Fakten zusammengetragen:

Was und wer wird gefördert? Private Eigentümer von Gebäuden und Grundstücken, aber auch Mieter mit schriftlicher Zustimmung des Eigentümers können einen Zuschuss beantragen. Geld gibt es für Maßnahmen wie die Um- und Neugestaltung privater Vorgärten, Fassadenanstrich und ähnliches. Allerdings muss es eine Verschönerung sein, die auch nach der Landesgartenschau noch Bestand hat. Einen rechtlichen Anspruch auf Förderung besteht nicht.Die Entscheidung trifft der Technische Ausschuss.

Wie hoch ist der Zuschuss? Maximal 40 Prozent der angefallenen Kosten sowie maximal 4000 Euro pro Gebäude. Die Investitionssumme muss mindestens 500 Euro betragen.

Werden auch Eigenleistungen gefördert? Bei Eigenleistungen werden nur die Materialkosten bis maximal 40 Prozent bezuschusst. Allerdings müssen die Arbeiten vorher mit der Stadt abgestimmt werden. Erst danach darf das benötigte Material gekauft werden.

Was wird nicht gefördert? Gebäude oder Objekte, die über andere Programme bereits eine Förderung erhalten oder gefördert werden könnten. Geld gibt es nicht für nicht sichtbare Fassadenteile, zum Beispiel an der Rückseite, sowie für nicht einsehbare Vorgärten, Zufahrten und Einfriedungen.

Müssen die Kosten vorfinanziert werden? Ja, das Geld wird erst nach Abschluss der Arbeiten und einer Vorortprüfung ausgezahlt. Eine Fördervereinbarung mit der Stadt stellt aber sicher, dass die Eigentümer ihr Geld erhalten.

Was passiert, wenn es teurer wird? Dann gibt es trotzdem nicht mehr Geld. Es wird nur das gezahlt, was in der Fördervereinbarung festgelegt ist.

Wie ist der Ablauf für den Eigentümer? Zunächst muss er in einem Gespräch, einer E-Mail oder einem Schreiben sein Vorhaben schildern. Anschließend gibt es mit Vertretern der Stadt eine Vorortbesichtigung. Danach muss eine Kostenschätzung oder ein Angebot eingeholt werden. Dieses wird dann noch einmal durch die Stadt geprüft. Fällt das positiv aus, wird eine Fördervereinbarung abgeschlossen. Nach der Fertigstellung begutachtet die Stadt die Arbeiten. Erst danach wird der Zuschuss ausgezahlt.

Die vollständige Förderrichtlinie und die Antragsunterlagen sind auf Nachfrage im Info-Punkt, Baderberg 7, oder per Postabfrage in der Stadtverwaltung Frankenberg erhältlich.

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