Stadt: Neues Feuerwehrdepot vor Erweiterung

Die Planer überarbeiten den Entwurf für das Gerätehaus in Niedersteinbach. Grund: Die Sicherheit für die Nutzer soll erhöht werden. Dafür ist nun eine Rettungsschleuse am Giebel vorgesehen.

Penig/Niedersteinbach.

Die Sicherheitsstandards für das geplante Feuerwehrdepot an der Karl-von-Hase-Straße in Niedersteinbach müssen erhöht werden. Am Neubau wird nun außen ein Rettungsaustritt installiert. Dies ist nötig, damit das Treppenhaus von den Etagen mittels gläsernen Brandschutztüren abgetrennt werden kann. "Brennt es beispielsweise in der ersten Etage, können Leute aus dem Dachgeschoss dennoch problemlos nach unten flüchten", erklärt Penigs Bauamtschefin Cornelia Quaas.

Als reine Rettungstreppe entpuppt sich der Anbau allerdings nicht. Vielmehr handelt es sich um Austritte, die wie eine Schleuse wirken. Beispiel: Wer vom Flur einer Etage ins Treppenhaus will, muss zunächst nach außen auf den Anbau treten, um dann durch eine weitere Tür ins Treppenhaus zu gelangen. Der Anbau selbst soll aus massivem Stahlbeton sein. Diese architektonische Neuerung soll laut Stadtverwaltung keinen Einfluss auf die bislang avisierten Baukosten von rund 860.000 Euro haben. "Der Planer geht davon aus, dass der Neubau trotzdem zu diesem Preis errichtet werden kann", sagte Quaas.

Finanzfragen rund um das Niedersteinbacher Großprojekt beschäftigen kommende Woche dennoch Penigs Stadträte - am Donnerstag, 18.30 Uhr, im Rathaus. Denn dem jüngst gefällten Grundsatzbeschluss für den Bau folgt nun die Freigabe der Eigenmittel. Und die sind mit 555.000 Euro um 210.000Euro höher als zunächst avisiert gewesen. Ein Grund: Das Dachgeschoss wird zum Turnraum ausgebaut. Die Zustimmung der Räte ist dabei wichtig. Denn nur dann kann die Stadt laut Finanzchefin Manuela Tschök-Engelhardt Fördermittel beantragen. Es geht um einen 305.000-Euro-Zuschuss.

Und so soll das neue Gerätehaus der Niedersteinbacher Feuerwehr einmal aussehen: Im Erdgeschoss befinden sich moderne Umkleide- und Sanitärraume sowie ein Lager und eine Werkstatt. Das Tragkraftspritzenfahrzeug wird ebenfalls dort untergebracht. Im ersten Obergeschoss wird für die 21 Mann starke Gruppe ein 35 Quadratmeter großer Schulungsraum eingerichtet. Ein Büro wird auf der Ebene genauso vorgehalten wie ein Aufenthalts- und ein Sanitätsraum. Im Dachgeschoss soll der Turnraum mit etwas mehr als 100 Quadratmetern und zwei Umkleiden gebaut werden - der Sportraum in einem Vierseithof ist dann Geschichte. Dank des Turnraumes für diverse Sportgruppen könnte das Gebäude mit drei Geschossen und fast 400 Quadratmetern Nutzfläche in Zukunft zu einem Mittelpunkt des Dorflebens avancieren.

Das bisherige Depot auf der anderen Straßenseite war in den 1960er-Jahren hochgezogen worden. Es ist nass und abrissreif. Einsatzkleidung und Technik werden daher in der alten Kita gelagert.

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