Stadtverwaltung will Historiker einstellen

Öffentlicher Bürgerdialog zur Zukunft der KZ-Gedenkstätte in Sachsenburg mit zwei Dutzend Teilnehmern

Frankenberg.

Harmonie prägte den öffentlichen Bürgerdialog, der am Donnerstag mit zwei Dutzend Teilnehmern in der Aula des Martin-Luther-Gymnasiums in Frankenberg stattgefunden hat. Neben Bürgern nahmen daran Experten aus der bundesweiten Gedenkstättenarbeit und Vertreter der bundesweiten AG Gedenkstätten sowie der sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, der Geschichtswerkstatt Sachsenburg und der Stiftung Topografie des Terrors teil. Simon Lengemann von der Bundeszentrale für politische Bildung moderierte den Abend.

Einig waren sich die Anwesenden, dass die Gedenkstätte am Ort des ehemaligen KZ Sachsenburg unverzichtbar ist. "Ich bin optimistisch, dass der Ort wahrgenommen werden wird", sagte Anna Schüller von der Geschichtswerkstatt. Zugleich betonten die Teilnehmer, dass die Stadt Frankenberg als Träger der Gedenkstätte mit deren Finanzierung nicht allein gelassen werden darf. Die Stiftung Sächsischer Gedenkstätten hat bereits eine institutionelle Förderung angekündigt. Nachdem der erste Förderantrag der Stadt im Februar nicht befürwortet wurde, sollen diese Mittel in den nächsten Doppelhaushalt übertragen werden. Frankenbergs Bürgermeister Thomas Firmenich (CDU) stellte den neuen Plan der Einrichtung eines Kommunikations- und Dokumentationszentrums im Saal über der Sachsenburger Gaststätte Fischerschänke vor. Das Zentrum diene als Übergangslösung bis zur Eröffnung der Gedenkstätte. Außerdem will die Stadt einen Historiker einstellen, um auch personell qualifizierter aufgestellt zu sein. (dahl)

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