Stern des Sports trägt jetzt die Namen der Rettungsschwimmer

Die Mitglieder der DLRG Sachsenburg-Mittelsachsen haben den Großen Stern in Bronze gewonnen. Zwar hat sich der Verein in den vergangenen Jahren breiter aufgestellt, doch eine Herausforderung muss er noch meistern.

Frankenberg/Sachsenburg.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Mittelsachsen-Sachsenburg 1990 ist am Dienstagabend in Frankenberg mit dem Großen Stern des Sports in Bronze ausgezeichnet worden. Damit wurde das Engagement des Teams um den Vereinsvorsitzenden Ulf Hoffmann für das Sommerlager-Projekt des Sportvereins gewürdigt. In dem werden die Jugendlichen an den Einsatz als Rettungsschwimmer herangeführt. Zudem werden im Sommerlager Kenntnisse im Katastrophenschutz vermittelt.

"Wir sind der einzige Sportverein in Mittelsachsen, der Leben rettet", sagt Vereinschef Ulf Hoffmann stolz. Beim Sommerlager trainierten in diesem Jahr 53 Teilnehmer nicht nur die Rettung auf dem Wasser, sondern lernten auch Aufgaben kennen, die am Ufer bewältigt werden müssen. Dabei sollten die Rettungsschwimmer unter anderem bei einem Geländespiel unter Beweis stellen, ob sie mit einer Koordination durch eine Leitstelle eine vermisste Person finden können. "Es ist für die Rettungsschwimmer wichtig zu wissen, wie sie im Ernstfall handeln müssen. Darum simulieren wir auch solche Situationen auf der Zschopau", sagt Ulf Hoffmann. Bei der neuen Funktechnik habe es allerdings noch Defizite gegeben, fügt er an. Auch die Kenntnisse bei Evakuierungen oder das Stapeln von Sandsäcken im Hochwasserfall gehören zu den Aufgaben. "Unser Verein hat sich aus dem Schwimmsport heraus entwickelt, aber wir sind seit einigen Jahren dabei, uns breiter aufzustellen", sagt Trainerin Susanne Hoffmann. Dies sei vor allem nötig, um die älteren Rettungsschwimmer im Verein zu halten. "Im Alter von 16 Jahren sind viele weg und machen ihre Ausbildung an der Küste weiter. Danach kommen sie aber nicht mehr in den Verein zurück. Zudem sind unsere Lehrschwimmbecken einfach zu klein für die älteren Sportler." In Sachsenburg trainieren die Mitglieder in einer privaten Schwimmschule, in Hainichen in der Schulschwimmhalle, teilweise nur mit 12-Meter-Bahnen. Darum gelte es, Alternativ-Angebote zu schaffen. Seit 2011 habe sich der Verein auch dem Freiwassersport verschrieben, so Hoffmann. Was folgte, war der Wettkampfsport mit Teilnahmen an Landes- und nationalen Meisterschaften. "Mit Carlo Pohler haben wir in diesem Jahr auch wieder einen Landesmeister hervorgebracht", so der Vereinschef. Die Weiterbildung von Sanitätern gehört inzwischen auch zum Angebot.


Im kommenden Jahr feiern die Mitglieder der DLRG Mittelsachsen-Sachsenburg, derzeit sind es 72, das 30-jährige Bestehen. Ein großes Vorhaben steht für die Zukunft auf dem Plan. "Wir suchen nach wie vor nach einem Grundstück, an dem wir alle unsere Geräte an einem Ort unterbringen können", sagt Hoffmann. Momentan dienen 15 private Garagen als Unterbringungsmöglichkeiten. Das Grundstück sollte nicht im Hochwassergebiet liegen. "Denn im Ernstfall wollen wir nicht erst uns selbst evakuieren, bevor wir anderen helfen können."

Die Auszeichnung Stern des Sports in Bronze ist mit 1000 Euro dotiert. Die Sachsenburger sind damit qualifiziert für den Landesausscheid um den Silbernen Stern des Sports im Oktober.


Lunzenauer und Auerswalder auf den Plätzen

Im Vereinswettbewerb "Sterne des Sports" (Bronze) ist die Turn-Abteilung des SV Wacker Auerswalde für dessen Trainingslager für junge Sportler auf den zweiten Platz gekommen (dotiert mit 750 Euro). "Bei uns ist Turnen die zweitgrößte Abteilung, und wir wollen den Kindern die Möglichkeit geben, sich zu beteiligen", so der Auerswalder Vereinsvorsitzende Denny Haunstein. Dritter (500 Euro) wurde der SV Fortschritt Lunzenau mit seinem generationenübergreifenden Sportangebot. "Unser jüngstes Mitglied ist unter einem Jahr, unser ältestes über 90", so Vereinschef Tommy Haeder. Ziel sei es, ein Multifunktionsgebäude für mehrere Generationen auf dem Sportplatz zu bauen. Insgesamt wurden im Altkreis Mittweida in diesem Jahr 19 Projekte von zehn Vereinen eingereicht. Alle erhielten eine kleine Finanzspritze.

Initiiert wird der Vereinswettbewerb "Sterne des Sports" bundesweit vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Volksbanken Raiffeisenbanken. Ausgezeichnet werden Sportvereine, die sich über ihr sportliches Angebot hinaus besonders gesellschaftlich engagieren. Auf der regionalen Ebene (Bronze) ist die Volksbank Mittweida beteiligt. (rosd)

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