Strengere Regeln für offenes Feuer

Weihnachtsbäume nicht einfach verbrennen

Kriebstein.

In vielen kleinen Landgemeinden ist das Weihnachtsbaumverbrennen ein Brauch. Regelmäßig findet es zum Beispiel auch in der Gemeinde Kriebstein statt. Doch seit diesem Jahr werden Brauchtumsfeuer generell strenger reglementiert. Weihnachtsbäume - sowie auch sämtliche andere pflanzliche Abfälle - dürfen grundsätzlich nicht mehr verbrannt werden.

Wie André Kaiser, Pressesprecher des Landratsamtes, auf Nachfrage erklärt, ist mit dem neuen sächsischen Kreislaufwirtschafts- und Bodenschutzgesetz am 22. März 2019 die Pflanzenabfallverordnung außer Kraft getreten. Damit sind Brauchtumsfeuer künftig nur dann noch genehmigungsfähig, wenn sie von in der Ortsgemeinschaft verankerten Glaubensgemeinschaften, Organisationen oder Vereinen ausgerichtet werden und innerhalb einer öffentlichen Veranstaltung allgemein zugänglich sind. Zudem muss es sich um eine Veranstaltung handeln, die wiederkehrend stattfindet, von kommunaler Bedeutung und bei den Einwohnern fest verankert ist sowie von vielen Bewohnern besucht wird. Ein solches Traditionsfeuer darf nur von der Kommune genehmigt werden. Die Regeln dafür sind in den örtlichen Satzungen und Polizeiverordnungen festgelegt. Und: Es darf hier lediglich naturbelassenes, trockenes Holz verbrannt werden, heißt es aus dem Landratsamt weiter. Abfälle dürfen zur Beseitigung nur in den dafür zugelassenen Anlagen oder Einrichtungen behandelt, gelagert oder abgelagert werden. (cor)

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