Taka-Tuka-Insel wieder bewohnt

Der Umbau von Frankenbergs größter Kita ist so gut wie abgeschlossen. Große Räume und breite, helle Flure bestimmen das Haus. Platz ist hier jetzt für 240 Kinder zum Toben, Spielen und Lernen.

Im Außenbereich "wachsen" schon die Palmen. Sie sind mit Duschen ausgestattet und sorgen für eine Erfrischung.
Bunt wie das ganze Haus ist auch der Eingangsbereich.
Beispiel für einen Gruppenraum im Obergeschoss, den sich Erzieherin Ines Kunze gemeinsam mit den Kindern individuell eingerichtet hat.

Für Sie berichtet: Ute George

Noch im Februar war die Frankenberger Kita "Taka-Tuka-Land" größtenteils Baustelle. Jetzt, sechs Monate später, ist die Einrichtung kaum wiederzuerkennen. Für 4,5 Millionen Euro wurde die größte Kindereinrichtung der Stadt umgebaut. 160 Mädchen und Jungen haben sie seit dieser Woche in Besitz genommen.

"Der Umzug in der vergangenen Woche war sehr gut vorbereitet", sagt Kita-Leiterin Christine Höbel. "Trotz der Hitze, die uns sehr zu schaffen gemacht hat, waren die Erzieherinnen hoch motiviert und haben mit viel Freude das moderne Haus eingeräumt." Erschwerend hinzu kamen die noch laufenden Arbeiten im Außenbereich, die noch bis Oktober andauern werden. Doch das Haus selbst kann sich mehr als sehen lassen. So gibt es jetzt aufgrund des neuen Mittelbaus drei statt zwei Eingänge. Christine Höbel verweist stolz auf den Haupteingang rechter Hand. Eine bunte Farbtafel mit geometrischen Symbolen weisen die Kinder in die richtige Etage: zur grünen Insel, der gelben Sonne, der roten Hoppetosse und zur blauen Wolke. In diesen Farben sind auch die Etagen gestaltet.

Innen ist die Veränderung am deutlichsten zu erkennen. Statt enger Flure und verwinkelter Räume gibt es jetzt helle breite Flure und große Aktionsräume. "Dafür wurden so einige Wände entfernt", berichtet Christine Höbel. Dass es jetzt mehr Platz und damit mehr Bewegungsmöglichkeiten für die Kinder im Haus gibt, gefällt ihr am meisten. "Das ganze Raumkonzept wurde gemeinsam mit den Erzieherinnen entwickelt", sagt sie, viele Wünsche seien 1:1 umgesetzt worden. "Das ist sicher nicht überall so selbstverständlich", weiß sie zu schätzen.

Die Gruppenräume haben die Erzieherinnen selbst ganz individuell für "ihre" Kinder eingerichtet. In "Pippis Flitzmäuse" - die Namen haben sich die Kinder ausgedacht - betreut Erzieherin Ines Kunze eine Gruppe von Dreijährigen. "Die offenen Räume und die Farbgestaltung, durch die die Kinder eine gute Orientierung haben, gefallen mir sehr gut", sagt sie. Ihrem Gruppenraum schließt sich ein Snoozle-Raum an mit Schaukel und großer auseinandernehmbarer Lümmelecke. "Es ist wie Weihnachten, jeden Tag entdecken wir etwas neues", sagt Ines Kunze mit einem Schmunzeln.

Einiges zu entdecken gibt es auch im Kellergeschoss, auf der "grünen Insel". Hier wird derzeit noch ein Kreativraum eingerichtet. Die ersten Basteltische stehen schon, auch Malutensilien und Bastelmaterial liegen bereit. Zudem gibt es einen Mehrzweckraum und Projektraum für Lernangebote. "Hier befinden sich auch unsere Bibliothek und die Matheinsel, denn wir haben ein naturwissenschaftliches Profil", berichtet die Kita-Leiterin. Ein Sportraum mit Gerätezimmer komplettiert das Kellergeschoss.

Im Außengelände sind der Barfußpfad und mehrere Klettergerüste fertig. Noch im Bau sind die Gemeinschaftssandkästen und die Matschstrecke mit integrierter Dusche. Auch die Rollerbahn rund ums Haus muss noch angelegt werden.

"Es ist ein wunderbar stilles Haus dank der Schallschutzdecken", resümiert Christine Höbel. Und sie ist stolz darauf, dass es in allen Gruppenräumen auch Internetanschlüsse gibt. "Das war auch ein Wunsch der Erzieherinnen", sagt sie. Platz sei jetzt für 240 Kinder, davon 50 Krippenkinder. Nachdem sie 50 künftige Schulkinder verabschieden konnte, wird ab nächste Woche das Haus wieder voller, dann kommen die neuen Krippenkinder.

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