Tod von Sigmund Jähn: Ein Wegbegleiter erinnert sich

Tasillo Römisch, Inhaber des privaten Raumfahrtmuseums in Mittweida, hat mit Bestürzung auf die Nachricht vom Tod des Kosmonauten Sigmund Jähn reagiert. Der 82-Jährige, der 1978 als erster Deutscher ins All geflogen war, sei für ihn "mehr als nur der Kosmonaut" gewesen, sagte Römisch am Montag: "Wir hatten eine richtig freundschaftliche Beziehung." Oft hätten sie telefonisch Kontakt gehalten. Nun trage ein Bild Jähns im Museum einen schwarzen Trauerflor, genauso wie ein Abbild des sowjetischen Kommandanten Waleri Bykowski, der im März dieses Jahres verstorben ist und 1978 mit Jähn vom Weltraumbahnhof Baikonur aus zur Orbitalstation Saljut gestartet war. An dem Weltraumbahnhof hatte Römisch eine seiner jüngsten persönlichen Begegnungen mit Sigmund Jähn. Beide hatten im Juni 2018 den Start des deutschen Astronauten Alexander Gerst mit einer Sojus-Rakete live verfolgt. Jähn kam auch zur Eröffnung der von Römisch gestalteten Ausstellung "40 Jahre Deutsche im Weltall" ins Kosmonautenzentrum in Chemnitz. An der berühmten Tür im Mittweidaer Raumfahrtmuseum, an der sich 46 Menschen, die schon im All waren, verewigten, sind auch die Unterschriften von Jähn und Bykowski zu finden. Sie zeugen von einem Besuch im Jahr 1998.(jl)

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