Totschlag: Ermittlungen laufen

Freiberg.

Der Mann aus Afghanistan, der am 20. Mai seine Ehefrau in einer Freiberger Wohnung getötet haben soll, lebt seit viereinhalb Jahren in Deutschland. Wegen des Verdachts auf Totschlag sitzt der 39-Jährige in einer Justizvollzugsanstalt in Dresden. Die Ermittlungen laufen noch. Das geht aus einer Antwort von Sachsens Innenminister Dr. Roland Wöller (CDU) auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Dr. Rolf Weigand (AfD) hervor. Zum Tathergang am 20. Mai ist bisher bekannt, dass Nachbarn des Wohnblocks an der Straße der Einheit Schreie gehört hatten und den Notruf wählten. Der Notarzt stellte nur noch den Tod der Frau fest. Ihr Mann gilt als dringend tatverdächtig, bestreitet aber die Tat und schildert den Ablauf laut Staatsanwaltschaft abweichend. Laut Kriminalstatistik der sächsischen Polizei sind in Mittelsachsen zwischen 2013 und 2019 insgesamt 29 Straftaten gegen das Leben aufgeklärt worden. Darunter fallen fünf Fälle von Mord und sechs Fälle von Totschlag. (cor)

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