Trauungen im 90-Minuten-Takt

Für die Hochzeit suchen sich Paare gern ein besonderes Datum aus - in diesem Jahr ist es der 18.08.18. Die Standesbeamten richten sich auf einen arbeitsreichen Samstag ein. Nur in Mittweida nicht.

Mittweida/Hainichen/Frankenberg.

Der August als Heiratsmonat rangiert bei künftigen Eheleuten üblicherweise in der Beliebtheit deutlich hinter Mai und Juni. Da sich viele Paare jedoch für ihre Trauung ein besonderes Datum wünschen, erwarten die Mitarbeiter der Standesämter in Hainichen und Frankenberg am 18. August einen Ansturm Heiratswilliger.

Neun Paare sind laut Bürgermeister Dieter Greysinger in Hainichen angemeldet. In Frankenberg wird es nach Angaben von Stadtsprecherin Anja Sparmann mindestens vier Trauungen geben. Nur in Mittweida will sich an diesem Samstag bislang niemand das Jawort geben. "An diesem Tag findet unser Altstadtfest statt. Da sich das Standesamt inmitten des Festgeländes befindet, müssten Braupaare und ihre Gäste eine komplizierte Anfahrt und eine reduzierte Anzahl von Parkmöglichkeiten hinnehmen", erklärte Sprecherin Francis Pohl.

Im Frankenberger Standesamt hat sich das erste Paar hingegen schon genau ein halbes Jahr vor dem Termin angemeldet. "Die erste Anfrage und eine Reservierung für diesen Tag gab es sogar schon im Sommer des vorigen Jahres", berichtete Sprecherin Anja Sparmann. Dabei erfuhren die Heiratswilligen jedoch, dass die Anmeldung für die Eheschließung frühestens sechs Monate vor dem Termin erfolgen darf. "Diesen Tag hat das künftige Ehepaar genutzt", so Sparmann. Damit waren sie schnell genug, um sich Wunschtermin und Wunschzeit für die Eheschließung zu sichern.

Da Trauungen in Frankenberg im 90-Minuten-Takt durchführt würden, seien vier schon fast die Obergrenze, erklärte Sparmann. An diesem Samstag sei eine Standesbeamtin im Einsatz. Geheiratet wird im Trausaal im Heimatmuseum Rittergut. Der große Saal im Erdgeschoss werde gern gewählt. Trauungen können laut Sparmann außerdem im Bergmeisterhaus der "Mittelalterlichen Bergstadt Bleiberg" in Sachsenburg durchgeführt werden. Dafür gibt es am 18. August bislang aber keine Anmeldung. Nach 72 Eheschließungen im vorigen Jahr liege die Anzahl der Brautpaare, die sich das Jawort gegeben haben, in Frankenberg nach dem 18. August voraussichtlich bei 22, sagte sie.

Die im Standesamt in Hainichen angemeldeten Eheschließungen finden nach Angaben von Standesbeamtin Regina Eckart im Rathaus, im Herfurtschen Haus und auf der Burg Kriebstein statt. Das Ambiente mache diese Trauräume begehrt, auf der Burg heirateten zudem auch viele Auswärtige, ergänzte Stadtchef Dieter Greysinger. Von den neun Paaren am 18. August haben sich für jeden Raum drei entschieden. "Insgesamt sind es an einem Tag so viele Trauungen wie sonst oft im ganzen Monat", sagte Greysinger. Rund 100 Hochzeiten gebe es jährlich, im vorigen Jahr waren es 93.

In Mittweida verzeichnete das Standesamt laut Sprecherin in den zurückliegenden Jahren jeweils etwa 75 bis 80 Trauungen. Im laufenden Jahr seien es bis Ende Juli einschließlich der Nachbeurkundungen von Eheschließungen im Ausland 49, so Pohl. Außer im Stadtzentrum könne in der Alten Schmiede in Greifendorf und auf dem Schiff auf der Talsperre Kriebstein geheiratet werden. "Aber auch bei unseren 'Außenstellen' liegen bisher keine Anmeldungen für den 18. August vor", sagte sie. Dafür seien für den 08.08.18, also am Mittwoch, sechs Hochzeiten im Standesamt Mittweida angemeldet. "An diesem Tag werden zwei Kolleginnen im Einsatz sein", kündigte die Sprecherin an. In Frankenberg wollen sich am gleichen Tag drei Brautpaare das Jawort geben, in Hainichen liegt eine Anmeldung für die Burg Kriebstein vor.

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