Über Wege zu mehr Gerechtigkeit

Podiumsdiskussion rund um die Gleichstellung

Frankenberg.

Gleichstellung muss sein. Nur auf unterschiedlichen Wegen kommen Frauen dahin. Das ist das Fazit des Podiumsgesprächs Frauenfragen, zu dem der Müllerhof Mittweida anlässlich von 100 Jahren Frauenwahlrecht am Dienstag nach Frankenberg eingeladen hatte. Zwei Dutzend Besucher erlebten die fast dreistündige Veranstaltung im Haus der Vereine. Auch drei Männer saßen im Publikum.

Julita Decke und Anke Halumbierek vom Müllerhof hatten nach eigenen Worten alle im Kreistag Mittelsachsen vertretenen Parteien und Wählervereinigungen angeschrieben. Alle waren gekommen, bis auf die AfD. Im Podium saßen Ute Nebe (CDU), Annemarie Jach und Simone Raatz (beide SPD), Marika Tändler-Walenta (Die Linke), Renate Sauer (Grüne) und Maria Euchler (Freie Wähler), mit Philipp Hartewig für die FDP zudem ein Mann.


Einig war sich die Runde, dass es mit 100 Jahren Wahlrecht nicht getan ist. Bis heute seien Frauen ungenügend in Kommunalpolitik, in Verwaltungsspitzen und in Chefsesseln repräsentiert. Darum setzen Grüne und Linke etwa auf eine Quote. "Ich möchte keine Quotenfrau sein", hielt Kriebsteins Bürgermeisterin Maria Euchler dagegen. Philipp Hartewig sagte: "Hürden jeder Art für den Aufstieg in der Gesellschaft müssen fallen." Gleichstellung müsse in jeder Hinsicht gewährleistet sein, nicht nur nach Geschlecht, so Euchler. "Es geht um die Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit", so Marika Tändler-Walenta.

Des weiteren diskutierte die Runde über Frauenhäuser, die Folgen der Digitalisierung für Beruf und Alltag und beriet Ideen, wie Frauen die Last an Kindererziehung und Pflege erleichtert werden könne. (dahl)

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