Ukraine-Flüchtlinge: Neues Ankunftszentrum in Waldheim

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Landkreis Mittelsachsen nutzt Bildungszentrum der Krankenkasse AOK

Waldheim. Der Landkreis Mittelsachsen nutzt für die Unterbringung von bis zu 400 Flüchtlingen aus der Ukraine nun das AOK-Bildungszentrum in Waldheim. Dort werden auch die Registrierungen vorgenommen. Das Landratsamt suchte größere Räume, um die große Anzahl Geflüchteter unterzubringen und hatte bei der Krankenkasse angefragt und einen Zusage erhalten.

Zunächst sei die Nutzung bis Jahresende vorgesehen, wurde aus dem Landratsamt mitgeteilt. Die Räume seien ideal und als Ankunftszentrum des Landkreises gedacht. Wenn die von der Landesdirektion Sachsen zugewiesenen ukrainischen Flüchtlinge den Landkreis erreichen, ist Waldheim die erste Anlaufstelle. Dort erfolgen sowohl die ausländerrechtliche Erfassung als auch die Registrierung. "Die Zimmer können zunächst bezogen werden und die Erfassung Schritt für Schritt erfolgen", erklärt Landrat Matthias Damm (CDU). Dazu werden acht Arbeitsplätze in Waldheim eingerichtet.

In den Tagen, an denen keine Zuweisungen erfolgen, nutzt der Landkreis die Arbeitsplätze, um die Ukrainer zu registrieren, die derzeit privat untergebracht sind. Voraussetzung sei neben dem notwendigen Personal aber auch die entsprechende Technikausstattung der Arbeitsplätze. Damm: "Da bundesweit alle Ausländerbehörden Technik benötigen, kommt es auch hier zu Wartezeiten bei der Lieferung. Nicht zu unterschätzen ist auch der hohe Aufwand bei der Erfassung." Vor diesem Hintergrund werden im Rahmen einer vereinfachten Registrierung zur Zeit lediglich biometrische Daten erfasst. Der Zeitaufwand dafür beträgt zirka 20 Minuten. Erst danach kann die Auszahlung der Geldleistungen erfolgen.

Etwa 200 Zimmer können im Bildungszentrum belegt werden. Zudem stehen noch mehrere Seminarräume zur Verfügung. Vorgesehen ist, diese unter anderem als Spielzimmer oder zur Freizeitgestaltung zu nutzen. Solange das Seminar- und Tagungszentrum als Unterkunft für Geflüchtete benötigt wird, verlegt die AOK PLUS, die das Gebäude vor allem für Aus- und Weiterbildungen ihrer mehr als 7000 Mitarbeitenden aus Sachsen und Thüringen nutzt, geplante Veranstaltungen an andere Orte oder führt diese digital durch. Betreiber der Einrichtung ist die landkreiseigene Gesellschaft GSQ.(lk)

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