Umfrage zu Klimafolgen: Forscher sind zufrieden

Mittweidaer beteiligen sich rege an Studie - Erste Ergebnisse wohl im Herbst

Mittweida.

Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) aus Leipzig haben vor einigen Wochen in Mittweida eine Haushaltsbefragung durchgeführt. Die Studie geht der Frage nach, ob die Bewohner der Stadt und der Ortsteile klimatische Veränderungen spüren und wie sie damit umgehen: Wie bedroht fühlen sie sich von Hochwasser, Starkregen und Hitze? Wie kann sich der Einzelne vor den Folgen schützen?

Die Forscher hätten dabei breite Unterstützung erfahren, teilte nun Dr. Daniela Siedschlag von der Abteilung Stadt- und Umweltsoziologie des UFZ mit, die die Studie gemeinsam mit Prof. Christian Kuhlicke leitet. Insgesamt 250 Fragebögen seien in Mittweida verteilt worden. Jeder Bogen sei persönlich übergeben und nach einer Woche wieder abgeholt worden. Insgesamt 149 ausgefüllte Fragebögen konnten die Wissenschaftler schließlich entgegennehmen. Diese Rücklaufquote von fast 60 Prozent sei ungewöhnlich hoch, was Siedschlag auch auf die persönliche Übergabe der Bögen zurückführt.

"Die Menschen in Mittweida haben uns freundlich empfangen", berichtet Studienleiter Christian Kuhlicke. "Wir sind auf großes Interesse gestoßen und haben viele positive Rückmeldungen erhalten." Ein schöner Effekt sei auch, dass das UFZ nun einen guten Überblick zur Hochwasser- und Starkregensituation in Mittweida gewonnen habe. "Auch über die zurückliegenden Hitzesommer haben wir erste Informationen seitens der Bürgerinnen und Bürger erhalten", führt der Professor aus.

Acht Wochen lang sei laut Daniela Siedschlag eine 15-köpfige Gruppe bestehend aus Studierenden und Wissenschaftlern des UFZ in ganz Sachsen unterwegs gewesen, um die Umfrage in insgesamt elf Kommunen - darunter auch Flöha und Stollberg - durchzuführen. Alle Orte seien zufällig per Losverfahren ausgewählt worden. "Unser Ziel war es, einen möglichst kompletten und repräsentativen Überblick zu erhalten", erläutert die Forscherin. Dafür sei die zufällige Auswahl wichtig gewesen: "Damit wollen wir eine Verzerrung der Ergebnisse vermeiden".

Die Fragebögen werden nun ausgewertet. Mit ersten Ergebnissen ist laut Siedschlag im Herbst zu rechnen. Sobald belastbare Ergebnisse vorliegen, wolle das UFZ diese auch in Mittweida der breiten Öffentlichkeit vorstellen.

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