Ursachen für Unfälle unklar

Erst nach den Crashs und auf Aufforderung der Polizei rückte der Winterdienst an

Erdmannsdorf.

Bei den drei Glätte-Unfällen am Montag auf der Chemnitzer Straße (S236) im Augustusburger Ortsteil Erdmannsdorf kam es zu Verletzten und Sachschäden. Erst auf mehrfache Nachfrage von "Freie Presse" räumte Landkreissprecher André Kaiser am Dienstag ein, dass die S 236 am Montagmorgen nicht abgestumpft wurde, vor den Unfällen kein Winterdienst unterwegs war. Zunächst verwies Kaiser nur auf die Straßenverkehrsordnung.

Gegen 5.30 Uhr war ein Seat in Richtung Erdmannsdorf unterwegs und kam in einer Rechtskurve nach links von der Fahrbahn ab. Der Seat touchierte ein Kurvenschild und überfuhr anschließend einen Leitpfosten. Nach Angaben der Polizeidirektion Chemnitz vom Montag entstand dabei ein Schaden von circa 3500 Euro. Kurze Zeit später kam in Richtung Chemnitz ausgangs einer langen Linkskurve ein Toyota nach rechts von der Fahrbahn ab und stieß gegen einen Leitpfosten. Sachschaden bei dem zweiten Unfall: rund 11.000 Euro. Danach geriet eine 23-jährige Audi-Fahrerin in Richtung Erdmannsdorf, etwa 1,5 Kilometer nach der Alten Bierstraße in einer Rechtskurve auf vereister Fahrbahn ins Schleudern und stieß mit einem entgegenkommenden Ford (Fahrer: 60 Jahre) zusammen. Beide Autofahrer wurden leicht verletzt, Sachschaden an den Autos: etwa 14.000 Euro.

Die S236 war bis gegen 8.45 Uhr voll gesperrt. Aufgrund der glatten Fahrbahn hatte die Polizei nachträglich den Winterdienst alarmiert. "Der Winterdienst wurde von der Polizei im Zuge der Unfallaufnahme angefordert", sagte Daniela Koenig, Mitarbeiterin der PD Chemnitz.

Noch nichts sagte die Polizei dazu, ob die Fahrzeugführer ihr Verhalten an Straßen- und Witterungsbedingungen angepasst hatten. "Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen", so Daniela Koenig weiter. In deren Rahmen werde geklärt, was Unfallursache war. (dahl)

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